Bayern
rend ihrer Minderjährigkeit Herzog Ludwig von Ober - Bayern dirBormundschaft führte; sie starben, und auch Heinrichs des alttr»Sohn, Johann, alle bis zum Jabre 1Z40, womit die nicttt-bayersche Linie erloschen war. Unterdessen war (1.414) Herzog Lud-wig zur Kaiserwürde gelangt (als Ludwig IV., der'Bayer genamihsein Bruder Rudolph aber, der die Cburwürde erhalten hatte, ge-storben. Da errichtete er mit dessen Söhnen, Rudolph II. undRuprecht I. Und Ruprecht demjün gern, dem Enkel desverstorbene» ältesten Sohnes Adolph, einen Theilungsvcrtrag, ge-schlossen zu Pavia (rZ2y), nach welchem er ihnen die Unter- undOber - Pfalz überließ, für sich aber Kloß Ober - Bayern behielt,worin auch das Wechseln der Churstimme zwischen beiden Linie»und die Succession derselben nach dem Erlöschen des Mannsstani-mes der einen oder andern Linie genau bestimmt wurde, und wel-cher Vertrag bis auf die neuesten Zeiten das wichtigste Hausgefttzder wittelsbachischen Dynastie geblieben ist. Räch dem Erlösche»der nieder-bayerschen Linie vereinigte Kaiser Ludwig, nach deinWillen der Stände, ganz Nieder-Bayern mit Ober-Bayerns dieAnsprüche der Pfalzgrafen am Rheine und der Herzoge von Öster-reich wurden dabei nicht beachtet; bloß ein Aversionalquantum er-hielten sie in der Folge (1Z48). — Kaiser Ludwig, groß als Kai-ser Deutschlands und groß als Regent von Bayern, erwarb sich »msein Stammland unendliche Verdienste; indem er ein neues Gesetz-buch für Ober-Bayern, eine Gerichtsordnung in Nieder- Bayer«einführte, und München das Stadtrecht ertheilte, regulirte ersuchdie innere Verwaltung. DieserKatter, Bayerns strablender Riiki«,starb den Uten Oktober 1Z47, Mit Hinterlassung seiner sechs Söfteaus zwei Ehen, Ludwig, Stephan, Ludwig (der Römers,Wilhelm, Albert, Otto.— Nach einer zweijährigen gemein-schaftlichen Regierung kam durch die Theilung von Landsberg(1Z4Y) Ober - Bayern an den Churfürsten Ludwig, Ludwig de»Römer und Otto; Nieder-Bayern aber an Stephan, Wil-helm und Albert. Gegen die Bestimmung des Vertrags von PcMerklärt? die goldene Bulle die Cburwürde für ein ausschließli-ches Vorrecht der pfälzischen Linie des wittelsbachischen Haines.Die drei Söhne des Herzogs Stephan, Stephan, Friedrichund Johann, fanden nach einer fünfzehnjährigen gemeinschastli-chen Regierung für gut, das ganze Land in drei Linien zu theile»,dies geschah 1Z02 zu München. Stephan stiftete die lngolstädtiM,Friedrich die landshutische und Johann die Münchner Linie. TMingolstädtische zählt vier regierende Glieder, Stephä» Kund ll., Ludwig den Bärtigen und Ludwig den Höckrichten, sie er-losch 1447.' die land s Hüter, welche jene beerbte, zählte ebem> falls vier Regenten, Friedrich, Heinrich, Ludwig, Georg, und er-losch 150Z. Bis zu diesem Augenblicke hatte die Linie von Bayer»-München in sieben Gliedern, Johann, Ernst, Wilhett»,Albert III., Johann, Sigismund, Albert IV-, gehcrEDie kandsbuter Erbschaft verursachte viele harte Kämpfe --"itr»Agnaten, bis des Kaisers Machtspruch die Fehden endete. -Lgrößten Theil der landsbuter Lande erhielt Herzog Albert I> - °München einen Theil die Söhne des verstorbenen Schwiegerso-m -Herzogs G.org von Landshut (der liefe Linie beschlossen battti,Psaftgraf n Ruprecht, und den dritten der Kaiser selbst Mgeleisteten Beistand. Außer Liesen Abtretungen waren die bayenq
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