Bayern ry7
kante nun wieder vereinigt. Im Jahre igo6 wurden dieich ober-und niederbayerschen Land stände zu einer ge-k-r» meinschaftlich en Repräsentation v erbunden, und Her-zog Albert II., von den Nachtheilen der bisherigen öftern Therlun-klü- gen für den Regenten und die Unterthanen überzeugt, errichtete,>nm mit Einwilligung seines Bruders Wolfgang, der eine Apanage -r-g'j hielt, und der Landständc, eine pragmatische Sanction»in welcher das Recht der Erstgeburt eingeführt, und^ die Apanage der nachgeborne» Söhne bestimmt wur-blj de. Die kaiserliche Bestätigung erfolgte jedoch erst 1578 unteru»° Kaiser Rudolph II. — Albert starb 150«. -- Von seinen drei Söh-'nen (Wilhelm IV-, Ludwig, Ernst) sollte also Wilhelm die"ü" alleinige Regierung erhalten ; doch nach manchen Streitigkeiten kam"»>- es zu einer gemeinschaftlichen Regierung zwischen Wi lhelm IV.web und Ludwig, die von 1515 bis 1545 dauerte, wo Wilhelm starb,silst und durch den Widerstand, den beide Fürsten Luthers Reforma-che» tion leisteten, sich auszeichnete. Luthers ergrimmtester Widersa-de« -her, Johann Eck zu Jngolstadt, lebte unter ihrem Schutze, dendü sie vorzüglich auch den Jesuiten ertheilten. Ludwig starb tggo;stev sein Sohn Albert V. (der Großmüthige) folgte ihm. Auch erer- begünstigte den Jesuitismus, war aber ein sehr freigebiger Beför-ke>- derer aller Wissenschaften und Künste. Die Landständc erlangtenM von ihm große Vorrechte; das Recht der Erstgeburt sicherte er
sitz- durch eine neue Verordnun» (den liten April 1573). die der Kar-
sir« ser (1^8) bestätigte. Er starb 1579. Von drei Söhnen folgteE ihm der älteste,-Wilhelm V., ») genannt der Fromme, derk>», schon 1596 seinem ältesten Sohne Maximilian I. die Regierung>frr überließ, und sich selbst in klösterliche Einsamkeit zurückzog. Ma-tch ximilian, mit seltenen Gaben ausgestattet, war die Seele derei«- gegen die Union der Protestanten sich bildenden Liga. Jm Gqngesirz d«z ausgebrochenen d rci ß i gj ä h ri gen Kriege s wurde Mari-
W milicm von Kaiser Ferdinand II. (1623) mit der pfälzischen
Lü- Ehurwürde (auch dem Erbtruchiesamte) belehnt; beides wurde
(1ÜL8) auf die ganze wilhelmsche Linie ausgedehnt. Der we st»phalische Friede sicherte Maximilian die Ehurwürde, den Besitzick- der Ober-Pfalz und die Herrschaft Cham, dem pfälzischen Hausei» aber die Nachfolge in Würden und Ländern nach dem Erlöschender wil-tli- helmschen Linie. Maximilian starb den Listen Sept. 1631 nach eineren> SAährigen Regierung. Sein Sohn, Kerd. Maria, nochmindcrjah--!>h kig, folgte ihm anfangs unter Vormundschaft seiner Mutter, undDU diesem 1Ü79 sein ältester Prinz Maximilian E m a n u e l, eben-d laus noch minderjährig, und daher bis zur erlangten Volljährig-er- reit unter der Vormundschaft seines Oheims, Maximilian Ph-lipptu- von Leuchtenberg. In d.m spanischen Erbfolg ekrieg e erklärteer- sich der Churfürst für Frankreich. Nach der unglücklichen Schlachtra- bei Höchst,,dr (oder Blendheim) ward Bayern von dem Kaiser völligK, «w em erobertes Land behandelt, der Churfürst (i7»ü) geäch-
dell ') kein zweiter Brüter Ferdinand verheirathete sich mit E-nebnii-)!« guriz Wild,im« mit Maria Pet-rb-ekin, der Tochter eine« R-nntschresber«
lv" i" Müochen, gegen Beg-duna der Successionsrechte, so lang die Wil-lis, b'linsch« -x,stire xnd de« herzogUchen Tit l«, Namen« und Wap-
e), d'ns: er rlii-I, dttsir jihrlich üvoo Fl. und zwel Nittergüter. Fer-
de» wand« Kind« wurden vom Kaiser zu Grafen von Warttnberr
he» ernannt.—