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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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tet, und erst im Frieden zu Baden (1714) wieder in seine gesäum-ten Länder restituirt; getreue Stände hatten ihm nach der Schlachtbei Hochstädt einen kostbaren Schatz gerettet, den sie nun ihm wie-der übergaben. Nach seinem Tods (1726) folgte ihm Carl Al-brecht in der Churwürde. Ob dieser gleich die pragmatisch!Sanction Kaiser Carls VI.. unterzeichnet hatte, so nakm er den-noch nach des Kaisers Lobe und dem für den König von Preuße"glücklichen Anfang des ersten schlesischen Krieges die ganze österrei-chische Erbschaft in Anspruch *), unterwarf sich mit Gewalt dirWaffen ganz Ober-Österreich, nahm den Titel eines Erzher-zogs von Österreich an (1741), ließ sich in demselben Jahre,nach der Einnahme von Prag, als König von Böhmen hul-digen und ward sogar (174.) zu Frankfurt zum deutsche» Kai-ser (als Carl VII.) gewählt. Doch hier war der höchste Gipfelseines Glücks erreicht. Wie er von Österreich und Böbmen sichhatte huldigen lassen, so ließ, nach der plötzlichen Wendung desWaffenglücks, im folgenden Jahre (174z) Maria Theresia sich vonBayerns Ständen und der Oberpfalz huldigen. Ungeachtet derzwischen ihm, dem Landgrafen von Hessen-Cassel und Friedrich U>geschlossenen Union (1744) und der Fortschritte, welche die preußi-schen Waffen machten, kam Carl besonders durch des österreichisch^"Feldmarschalls Carls von Lothringen Talent und Glück abermals i"die Verlegenheit, sein Bayern Preis geben zu müssen. Ererlebte dasEnde des Krieges nicht, indem er am Losten Jan. 174Z start.Sein Sohn und Nachfolger, Maximilian Joseph III., deranfänglich auch den Titel eines Erzherzogs von Österreich ange-nommen hatte, versöhnte sich mit Österreich wenige Monate daraufim Frieden zu Füssen (22stcn April 1745), trat der Garantie derpragmatischen Sanction bei, sicherte dem Großherzoge Franz stinkStimme zur Kaiserwahl zu, und erhielt dagegen alle von Öster-reich eroberten bayerschen Lande zurück. Maximilian Joseph wid-mete sich nun ganz dem Bestreben, sein Land glücklich zu mache".Ackerbau, Industrie, Bergbau, Gerichtspflege Polizei, Finanzwe-sen und Schulen wurden von ihm mit gleicher Umsicht und regemEifer beachtet; die Wissenschaften erhielten einen Stütz- und Ci"-tralpnnkt durch die Stiftung der Akademie der Wissenschaften j"München (1759) und die Künste fanden an ihm eine» großmüthi-gen Beschützer. — Alle seit dem Vertrage von Pavia (iZhy) beste-henden Erovcrträge mit dem pfälzischen Churhause bestätigte er,der ohne Kinder war, und vergönnte noch vor seinem Tode sei»-dem Churfürsten Carl Theodor von der Pfalz die Mitregem-schaft. — Sowohl nach den Verträgen des wittelsbachische» H""'ses, als anch nach der Bestimmung des westphälischen Friedens Shörtr. dem Churfürsten von der Pfalz unbestreitbar die NachMin Bayern, da mit dem Absterben M'.rimilian Josephs (zc>M -7cember 1777) die wiltelsbachisch - baycrsche Linie erlosch. Aber M'

') Er gründete seine Ansprüche auf den Ehevertrag zwischen Herzog A-b» .und dessen Gemallin, Anna, Kaisers Ferdinand I. Tochter, w«userückilch gestanden habe» soll. „daß Anna, oder ber^v dkommen, alle üfterrclchilchen Staaten erden sollt-n, wenn Z»> - ^Sirnun oh- e männliche Erben auSsterben würde.'' (Dies" DcrtrHauch durch F.reinai'd« Lest«!»«' t l e-rasiigt worden) In «

tete man dagegen, es steh» in jenem Vertrage: „ohne einihk er--

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