Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
199
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Bayern '99

IN- lich trat Österreich mit Ansprüchen auf Nieder - Bayern Server,chl die es noch vor einer bestimmten Erklärung mit den Waffen inie> der Hand durchsetzen wollte. Der kinderlose Earl «rhcodorll> ließ sich bereden, eine Convention zu ratisiciren (i?73 denche Zten und r4ten Januar), in welcher er auf die bayeriche Erv-en- schaft förmlich verzichtete. Allein der Herzog von stei-len brücken, (Bruder des jetzt regierenden Königs) protegierem> als nächster Agnat und präsumtiver Erbe gegen jene Vcrzichtlei-der stung, indem er zugleich die Hülfe Friedrichs Ik- annef. Hier-ir- durch wurde der sogenannte bayersche Erbfolgekrieg veran-nk, laßt, welcher jedoch, noch ehe eine Schlacht geliefert worden warul< (hauptsächlich nach der russischen Erklärung wider Österreich), durchai- den teschn er Frieden (izten Mai 177g) wieder beendigt wurde,siel Dein Churfürsten von Pfalz-Bayern wurde der Besitz Bayerns,sich von welchem Österreich nur das Jnnviertel mit Braunem erhieltdes (Z8 Q. M.), auf die pfalzbayerschen Hausverträge zugesichert und>°n sarantirt. Durch diese Bereinigung der baycrschen Lande erloschder zugleich, nach der Vorschrift des westphälsichen Friedens, die achteII. Clurwürde. — Doch sechs Jahre darauf (1785) erwachte in Wienßi- der Wunsch nach dem Besitze des schdnen Bayerns mehr als ,e,hin und man suchte nun zu seiner Verwirklichung eist Lauichprojectin hervor, das hundert Jahre früher schon ausgesprochen worden war.das Kaiser Joseph n. nämlich ließ dem Churfürsten den Antrag ma-ch, eben: Bayern gegen die österreichischen Niederlande (mit Ausschlußder Luxemburgs und Namurss und die Summe von drei Millionenge< Gulden für sich und den Herzog von Zweierücken, und Annahmedes Titels als Königs von Burgund zu vertauschen. Dochdu die ganzen damals von Rußland begünstigten Unterhandlungeni« scheiterten an der Festigkeit des Herzogs von Zweibrücken, mir wel-xr- chsr dieser, Preußens Schutz gewiß, erklärte: „daß er nie seinend- Einwilligung in eine Vertauschung seiner altväterlichen Erblandeeil. gsb-n werde." — Das lebhafte Interesse, mit welchem Friedrich II-we- für die Sache Bayerns sich interessiere, da er einen solchen Tauschlein Est nur als einen Bruch des von ihm mit garantirten teschnerer- Friedens, sondern hauptsächlich auch als eine Verletzung des rcichs-jii tonst,tutionsmäßigen Gleichgewichtes der deutschen Staaten betrach--hi- tete, verursachte, daß man in Wien jene Idee wieder fallen ließsie, und zugleich erklärte, „daß man an einen erzwungenen oder gc-er, waltsamen Lausch „je gedacht habe und nie denken werde"*). —lbß Merkwürdig ward außerdem Carl Theodors Reg-erung noch durch»I- den in Bayern unter seinen Augen entstandenen Orden der Jllu«all- UPnaten, und den gegen diese Verbindung geführten Prozeß, durchge- die «otreitigkciten über Cryptocatkolicisnius und den sich wiederilgt emporhebenden Jesuitismus; die Preßfreiheit wurde unter LiesenAn innern Kämpfen immer mehr beengt und es droheteeine Zeit wahreriP ^erynsterung einzubrechen, als derÄnfang der französischen Revolutionme damit verbundene Revolution der Ideen und Ansichten auch nachfortpflanzte. Als diese fra n z ö s isch e Revolution losgc-orvchen war, stellte der Churfürst sei» Contingcnr zur Reichsarmce.

ni! - dieser Dcrgang cber z»r Trrlchtu^z des deutsche» Fürsten-

>»:' bundes. unter Preußens A-gtde, Wrranlaffuvg cai, daS s-b- ruen

Art. ».F ürst r u bu nd" nach, wo mit mehrerer Ai'.ssichrltchkett davo» yw Li.de ist. »