Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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2vo Bayern

Die Pfalz litt schon sehr viel, aber bald (1796) ward Bayern selbst dn ,(Schauplatz des Krieges. Der Friede von Campo Fvrmio gestattete dm NLande die Hoffnung aufbaldige Erholung; aber die Unterhandlungen i" ösCoiigresses zu Rastadt rechtfertigten diese Erwartung nicht, und biBayern wurde «uf's neue das interessante Theater des blutig!« n,Schauspiels. Ader mitten in dieser Crisis (löten Febr. 17N) M d,Carl Theodor, und zwar, ungeachtet er erst vier Jahre zu»«r w(179 ) sich mit der achtzehnjährigen Leopoldine von Österreich «in gl

wählt hatte, ohne Erben, so daß mit ihm der sulzbachiD m

Stamm des pfälzischen Hauses erlosch und der Herzog Marinst« erlian Joseph von Aweibrücken (geb. rasten Mai 1756) zum Br blfitz der gesammren bayerschen Lande und der Churwürde gelangte- seDer Fr,ede von Luneviue (yren Febr. 1801) machte endlich bm v(wrederausgebrochencn Kriege, in ivelchem Bayern für englische Sud nisid-en ein Corps von 12.000 Mann gestellt hatte, ein Ende, sei 8!

sein hauptsächlichstes Resultat „die Lhtretung des ganzen link» b

Ryeinüw.s an Frankreich" wurde für Bayern von den wichtig» h

Folge». Indem es auf der einen Seite seine sämmtlichen schon" st

Besitzungen aus dem linken Rgeniufer (Theil? der rheinischen 'M» rdie Herzsgthümer Jüstch und Jweibrüchen, die Fürstenthümer Si»' kmern, Läutern und Beiden;, Parzellen von der Grafschaft SM st

heim rc.) verlor, dazu aber auch noch seine diesscit des Rhein» 8

gelegenen pfälzischen Lande abtrat., so daß sein Lotalverine st

sro Qiusdrcstmeilen mit 692,000 Einwohnern (nach Andern 225 -<

mir 800,000 Einw. uyd 5,cxio,or>o Gulden) betrug, erhielt» 4dagegen durch den Neichsoeputationshauptschluß (v. LZstcn M ki8vZ) Ziyj Q. W Mit pyz.voo Einw. (nach Andern ryo >>- 0

mir 854,5>oo Einw. und ü,600,000 Gulden) zur Entschädigung 1

so daß seiil L 0 caIg c w i n u hierbei yy§ Q. M. mit 206.0cm 0

wohuetn (nach Andern 65 Q. M. mit 54,50» Einw. und isiinoM °

Guide») betiug. Ei» Tauschvertrag mir Preußen . geschlossen » Sdemselben Jahre) verbesserte noch mehr die Arrvndirung des baeerschen Churstaates, der mir schnellen Schritten einer wohlthätig"Umwandtuna entgegenging; doch weniger gelangen idm seinem'malizen Versuche aus die Mediation der in den erworbenen Ci>« ^

schüLiaungslanbern gelegenen reich s ri t tcrsch a st «.ich en „-de>u« -

zungen. Die hohe politische Wichtigkeit, welche Bayern für Oster «

reich wie für Frankreich hatte, trat beim Allsbruche des -ges von t8»g in ein immer helleres Licht. Als ÖsterreichKriege gegen Frankreich sich rüstete, mußte ihm unter d.n ö«"> ^

zwischen dem Jnn und Rhein der Churfürst von Bah" e

vorzüglich wichtig seyn. Es verlangte von demselben, daß er 00 ^

Anstand seine Truppen mit der österreichischen Armee verein«» ^

sollte, indem es ihm die gewünschte N eutralität verwnzer « ,

„die (wie Kaiser Franz am MM Sepr. 1805 selbst an den st» , ^

sürsten schrieb) Frankreich selbst auch nur so lange wir, ,bestehen lassen würde, als sie mit seinem Vortheile vereinbar« ^sey." — Doch Bayern betrug allerdings hierbei sich so, daß du 1

Wien gehegte Berdacht heimlicher Fclonie nicht aus der stun» ,

griffen schien. Das eigenhändige Billet des Churfürsten an . ^

Fürsten von Schwarzcnberg (v. 7ten Sept.) mit den Sorten--w ,bin entschlossen! sprechen Sie morgen früh mit meinem am « ,

dem Grafen von Montgelas; er wird ihnen meine Eeduign u ,

dffnen"; — seine Versicherung, die er dem Kaiser machlr,