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Stückes gestritten, wobei der eine auf der Ermordung des Königs,det andere auf dem Gegentheile bestand, beide arrctirt worderrseyen, weil man sie für Leute angesehen , die das Leben desKönigs bedrohten. Das auf unsere Bühne mit Beifall gebrachteLustspiel: S t il l e W a ssc r si n d tief, ist eine freie Bearbeitungihres Ibrrle a v-ike »nä liave a vrike. L. Kannegießer hat angc»fangen, eine Auswahl ihrer Schauspiele in einer deutschen Über-setzung zu liefern. (Bis jetzt 2 Bände.)
* Becker (Wilhelm Göttlich), geboren 175z in Calemberg inrSchönburgischen, gestorben den Zten Juni 1815 zu Dresden alsk. sächs. Hofrath und Antiken-Jnspector, hat sich als anmutlngewDichter und Erzähler und als geübten Kunstkenner nicht unrühm-lich bekannt gemacht. Als er in den Jahren 1773 bis 1776 in Leipzigsiudirte, wo sich ein Kreis eifriger Musenfreunde gebildet hatt«, zogauch ihn innere Neigung in diesen Bund. Der um Leipzig so hochver-diente Bürgermeister Müller nahm sich des Jünglings in mancherlerVerhältnissen thätig an. Durch ihn ward er mit Öscr, und durch üsecmit der Kunst bekannt, die seine Gefährtin durch's Leben blciben sollte-Eiuige seiner poetischen Erstlinge sind damals als Briefe an Ein-sen und Episteln an Gärtner gern gelesen worden. Früchte sei-ner Kunstsiudien waren das auf eine Idee von Hagedorns Betrach-tungen über die Malerei gegründete Büchlein vom Costum arrDenkmälern, einige Hefte eines Knnstjournals und die Über-setzung von Bardons Schrift über das Eostum. Im Jahre 1776ging Becker als Lehrer an dem Philanthrop!» nach Dessau, verließdiesen Posten aber schon im nächsten Jahre, da sich ihm eine ein-ladendere Aussicht in Basel eröffnete. Dort in von Mechcls undanderer Kunstfreunde Umgang bildete sich sein Geschmack an Ku-Pserssicher, und feine Kenntniß aller Meister. Dort verband er sichmit Jselin, dessen Ephemeriden er nach Jenes Tode noch ein Jahrlaug allein fortsetzte. Er bcceis'te die Schweiz, einen Theil vonFrankreich und Ober-Italien. Die aus dieser Keife gemachte per-sönliche Bekanntschaft des Marquis von Girardin veranlaßte ihu,Mn Schrift über die Verschönerung ländlicher Wohnungen zuübersetzen. Auch bckain er von diesem das Fragment aus Rous-lchU's noch geheim gehaltenen Bekenntnissen über den Vanddieb-Vchl, durch dessen Mittheilung er Wieland so heftig erzürnte^,daß er sich in einem eigenen Schreiben deßhalb rechtfertigen mußt-.,As großen Meisters Hans Holbcin Malereien und satirische Esn-lalle hatten Becker in Basel vielfach beschäftigt. Eine Folge«
°sn war eine neue Ausgabe von Erasmus Lob der Rarrh-it mitholbeinsche» Federzeichnungen dazu, aus's neue in Knpfer ge-M'a, sowohl im Original als in einer Übersetzung- Außerdemoers^e er mehrere damals Aufsehen erregende französische Pro-»«e, und hatte sich überhaupt mit der französischen Literatur so,i "<wt gemacht, baß er nach seiner Rückkehr nach Leipzig 17M-z-.^rch zwei Jahrgänge fortgesetztes Magazin der reu fran-^"atuc fast allein herausgab. Beckers Plan war,, inK.V. akademischer Lehrer aufzutreten. Allein eben war diede°,/u"s Professors der Moral bei der Rüterakademie in Drcs-Er Ar>k den Rath seiner Freunde bewarb er sich darum.
" biese Stelle, welcher er von 1732 v,s 1705 vorstand,sürülil " bic durch WackerS Tod erledigte Aufsiait über die ch:-.r-chi Antikengasierie und das damit verbundene Münzcabinet