BenedictuS 22z
lebt« noch drei Jahrs, mit Ehren überhäuft, und starb 154? inM einem Alter von 77 Jahren an den Folgen einer starken Verwun-dn» düng, da ein wildes Pferd, welches er ritt, auf dem Lande sichtte. mit ihm gewaltsam durch eine zu enge Thür gedrängt hatte. Erndk ward in der Kirche Santa Maria della Minerva zwischen den Päp-lem ßm Leo X. und Clemtns VII. beerdigt. Sein Sohn untz Erbe;er, Torquato ließ folgende Inschrift auf sein Grabmal setzen:
>e»> I>eti-o Leinbo kainioio Veneto
sei» ob> cujirs »insulares virtutes
-pfi s x,'»i!c> III. konrik. Llax.
hti in §Lcruri> (loiIcZin.il Lvopror»
ne, Lsindns ist.
rt- Der Schmerz seiner zahlreichen Freunde war tief, und drückte sich
md in einer Menge von Gedichten aus. Bembo vereinigte in seiner
rü- Person, seinem Charakter, in der Anmuth seiner Unterhaltung und
ge> seines Geistes alles, was liebenswürdig ist. Sein literarifchcs
iel» Verdienst war schon bei seinen Lebzeiten allgemein anerkannt. ErSe- war der Wiederherstellet: des guten Styls jvwohl in der lateinr-
ii> schc» Sprache, wo er Cicero, Birgrl und Julius Cäsar zu steten
in. Mustern wählte, als auch in der italiänischen, wo er besonders^
be- Petrarca nachahmte. In Ansehung der Reinheit des Styl war er
>e>l so scrupulds, daß er, wie man erzählt, gegen vierzig verschiedene
te, Fächer hatte, welche seine Schriften nach und nach, so wie er sie
ige mehr und mehr gefeilt hatte, durchwandern mußten, und erstpel wenn sie alle vierzig Prüfungen bestanden hatten,, machte er siean bekannt. Seine sämmtlichen Werke, die vielfach einzeln gedrucktine worden, sind 172Y zu Venedig in vier Folisbänden erschienen,nd Die wichtigsten derselben sind: die Geschichte Venedigs vonien 1487 bis igiz in zwölf Büchern, die er sowohl lateinisch als na-ch- lienisch abfaßte: I. e prose, Dialogen, in welchen die Regeln
I», der toscanischen Sprache aufgestellt werden; 61 i Xsolani,
,tt Dialogen über die Natur der Liebe; I. e i-ime, eine Sammlung
in rrcfsiichcr Sonette und Canzonen; seine Briefe, sowohl die italie-
Ü- mich, als die lateinisch geschriebenen; Os VirAÜii Lulico
^ " Derenrii sabnüs liFßi; Carrnina, eben so geist-
,r- reich als elegant, aber zum Theil von einem freiern Geiste, als
n- vcr Stand des Verfassers erwarten ließ, und einige andere.
^enedictus (St.), der Gründer des ersten occidentalischcnat Mönchsordens, und daher der Patriarch der abendländischen Mön-ü Er war 480 zu Rursia in Umbrien geboren, ging im i-ftrn
- die Einsamkeit einer 40 Meilen von Rom in der
. gelegenen Höhle, und entwarf giz eine Regel für
^che» die zuerst in dem von ihm auf dem ktlonro (I.assino. <^uf dem Hain des Apollo, nach Zerstörung dessen
gestifteten Mönchskloster eingeführt, und dann , da§ und wohlthätiger, als die vorigen war, nach und
' Äst, « alles abendländischen Mönchthums wurde. Die
^ bort-- 0 " Montccaffino erlangten in der Folge bischöfliche Gerichts-^ nek-'--- "... l!"visse Patriarchie über den ganzen Orden. Be-
' L?-'dn^ Geschästslosigkeit verbannen, und verordnete da-
" Lect'u^- ^ dem Werke Gottes (wie er Gebet und geistliche
» Reckn-» Unterweisung der Jugend im Lesen, Schreiben,
n KünNc.»' » Christenthum, Handarbeit (worunter Handwerker Und) ! er aller Art) und Oksnomie des Klosters» Kleidung und