Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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Bewußtseyn

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schaftlich oder eigen, endlich entweder scheinbar ober wirklich. —

In Rücksicht auf die Kräfte oder Ursachen, welche die Beweauwgen hervorbringen, ist dieselbe theils einfach, theils zusammenge-setzt; ersteres,'wenn sie nur von einer einzigen oder von mehrerenKräften nach einerlei Richtung bewirkt wird, letzteres aber, wenn ^mehrere Bewegungen zusammenkommen, deren verschiedene Rich-tungen Winkel mit einander machen. In Hinsicht auf die Rich-tung ist die Bewegung entweder gerad- oder kcummlinicht; endlichin Hinsicht auf die Geschwindigkeit entweder gleichförmig oder ver-ändert. Die veränderte Bewegung ist entweder beschleunigt^ odervermindert, und die beschleunigte wieder entweder ungleichförmig ,oder gleichförmig beschleunigt.

Bewußtseyn. Wenn wir eine Sache von der Vorstellung,die wir von ihr in uns haben, und die Vorstellung und ihr Ob-ject von uns selbst unterscheiden, so nennen wir dies Bewußtseyn.Das Bewußtseyn ist demnach derjenige Zustand, in welchem wirdie Vorstellungen der Dinge als Veränderungen in uns nebst ihrenGegenständen, sowohl unter sich, als von uns selbst unterscheiden.Derjenige Zustand, welcher diesem geradezu entgegengesetzt ist, istderjenige der Ohnmacht, wo jedes Bewußtseyn aufhört. Erklä-ren läßt sich das Bewußtseyn weiter nicht, weil es ein einfacherBegriff ist, der sich durch keinen verwandten Begriff anschaulichmachen läßt, sondern vielmehr bei jedem andern vorausgesetzt wer-den muß. Die Erfahrung lehrt uns bloß, daß wir uns der Der.önderungen in uns bewußt sind, oder doch bewußt seyn können.Diese Veränderungen bewirken dasjenige, was wir im Allgemei-nen unsern Zustand im moralischen Sinne nennen. Dies machtunser empirisches Bewußtseyn aus. Räch demselben sindwir uns der abwechselnden Zustände in uns, unserer angenehmenund unangenehmen Empfindungen, überhaupt alles desjenigen,was in uns gedacht und empfunden wird, bewußt, und unterschei-den diese von den vorhergehenden Zuständen, woraus alsdannrelatives Vergnügen oder Mißvergnügen entsteht. Da nun abermese Zustände immer fort wechseln, so muß mit ihnen auch diesesBewußtseyn abwechseln; es ist also das empirische Bewußtseynwandelbar. Alle Vorstellungen haben eine Beziehung auf ein mög-liches empirisches Bewußtseyn; denn sonst wäre es ganz nnmög-«ch, sich ihrer bewußt zu werden, und so würden sie für uns garnicht existiren. Alles empirische Bewußtseyn aber hat eine noth-wendige Beziehung auf ein transscendentales Bewußtseyn,

ü- ein solches, welches vor aller Erfahrung vorausgeht. Dies»1t das Bewußtseyn meiner selbst, oder die ursprüngliche Apper-ceptwn. Nach derselben muß in unserer Erkenntniß alles Bkwußt-sE?n än einem Bewußtseyn meiner selbst gehören. Dieses ist nun°>e Bedingung der Möglichkeit aller Vorstellungen, daß wir unsnamuch , ^ 'durchgängigen Identität unserer selbst lir

7Mung aller Vorstellungen, die zu unserer Erkenntniß jemalsMbren können, bewußt find. Es ist die bloße Vorstellung Ich,tz'k. - Bedingung der Einheit und des nothwendigen Zusammen-yangs Ex Vorstellungen. Hierin eben besteht das tranSscen-

---.-saugen. L"«" "daß alles'»er.

dentale Bewußtseyst. Daher -st der Satz, eigenen

schieden» empirische Bewußtseyn r der schl«""^

Selbstbewußtseyn verbunden n lhw erste und synthetische Grundsatz unser» Den