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scheinlich ans einem Mßverständniß. Unter den Griechen legte Pi-sistratus zu Athen zuerst eine Bibliothek an, welche Xerxcü nachPersien abführen, Eeleucus Nrcator aber wieder nach Athen zu-rückbringen ließ. Am berühmtesten war im Alterthum die alcran-drinische'Bibliothek, über welche der Art. Alerandria zu ^ver-gleichen ist. Nach Rom brachten die ersten Bibliotheken — Ann-lius Paulus und Lucullus als Kriegsbeute. Die erste öffentlicheBibliothek stiftete Asinius Pollio, auch aus gemachter Beute. Eines-hr bedeutende Bibliothek legte Julius Cäsar an , und übergabdie Einrichtung dem gelehrten Varro. August stiftete zwei Bib-liotheken, von denen die eine palakin« hieß, weil sie im Tempeldes Apollo auf dem palatiaischen Hügel stand, die andre sich imTheater des Marcellns befand. Nero's Brand richtete mehrereBibliotheken zu Grunde. Domitian ließ sie wieder herstellen:Trajan legte eine sehr berühmte Bibliothek an. Publius Victorzählt -8 öffentliche Bibliotheken in Rom; außerdem gab es viele-große Privatbibliotheken. Diele Schätze wurden zerstört oder ver-streut, theils durch die verwüstenden Völkerwanderungen, theilsdurch die Bilderstürmer. — Im 9ten und Uten Jahrhundert wur-den durch den weisen oströmischsn Kaiser Basilius Macedo unddurch die gelehrte comnenische Kaiserfamilie mehrere Büchcriamm-lunzen, besonders in den Klöstern auf den Inseln des Archipel«»gus und auf dem Berge Atbos angelegt.' Die Araber hatten zuAlexandria eine ansehnliche Bibliothek von arabischen Büchern an-gelegt. Al Mamun ließ auch viele griechische Codices auikaufenund nach Bagdad bringen. Im Occident wurden vorzüglich seitder zweiten Hälfte des 8ten Jahrhunderts auf Carl des GroßenErmunterung Bibliotheken angelegt. In Frankreich war ein- derberühmtesten in der Abtei St. Gcrmain de Pres zu Paris; inDeutschland die Bibliotheken zu Fulda, Corvey, und'seit demfiten Jahrhundert zu Hirscha». In Spanien hatten die Araberrm raren Jahrhundert 70 öffentliche Bibliotheken, wovon die zuCordova 250000 Bände enthielt. Auch in England, in Italien'wurden mit großem Eifer Büchersammlungen Angelegt, namentlichvon Richard Angervyle, Petrarca, Boccaccio u. A. Nach Erfin-dung der Buchdruckerkunst konnte dies leichter und mit mindernKosten geschehn. Nicolaus V. gründete die Vatl'canbibliothek, derCardinal Beffarion vermachte seine treffliche Bibliothek der Mar-cusklrche zu Venedig. Die berühmtesten Bibliotheken der neuernseit sind: die königliche Bibliothek zu Paris (über ZMaoo ge-'Bücher und Zvooo Handschriften), die Centralhvfbibliothek, '-Runchen i(über 400000 gedruckte Bücher und yooo Handschrif-die kaiserliche zu Petersburg (zooooo Bücher und noooHandschriften), die kaiserliche zu Mien (zooooo Bücher und 12000Handschrift^), die akademische zu Göttingen (200000 Bücher),zu Dresden (200000 Bücher und 5000 Handschriften),Ewigliche zu Kopenhagen (iZoooo Bücher und Zooo Hand-im Escurral (IZoooo Bände, treffliche arabische Hand-,v), die königliche zu Berlin (iZoooo Bände und 6000''Meisten), die akademische in Prag (iZoooo Bände und 8000va«)' die königliche in Stuttgart (116000 Bände), dieäu Rom (zoooo Bücher und 40000 Handschristcnf. In, iind die beiden größten Bibliotheken die bsdle,'änliche in'> cd (gvöooo Bande und Zoooo Handschriften), und die Biblia-