Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
256
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Lzt» Biblische Alterthümer Blenenrechk

thek de« brittischen Museums zu London (150,000 Bücher und g«, «

gen üa.ono Handschriften). ' z

Biblisch« Alterthümer oder Antiquitäten nennt man n

die Wissenschaft, welche die Berfassung, die Sitten und GebrSuch, ti

theils des jüdischen Volkes, theils der frühesten christlichen Kirche isbeschreibt. Die bürgerlichen Verhältnisse, die gotteSdienstliche» E

Einrichtungen, die Gewohnheiten des häuslichen Lebens, die Woh- k>

nungen und die heiligen Orte, die Trachten und die Gerüst- L

schaftcn und andere Dinge beS äußern Lebens machen den Gegenstand n

dieser Wissenschaft aus. Die biblischen Alterthümer sind theils jüdi- zsche, theils christliche. Die Quellen der erster» sind das alte Le- d

stament, die Schriften des Joiephus und des Philo und der Talmud, t

nebst den Schriften der Rabbiner. Doch muß man den Talmud und d« h

Schriften der Rabbinen mit großer Vorsicht brauchen, wenn man Mt ei

die Sitten der spätern Zeit auf die trübere Zeit überkragen will. Du ?

Quellen der letztern sind das neue Testament und die Schriftt» d

der Bäter, welche bald nach den Zeiten der Apostel lebten und »

schrieben Ohne die Kenntniß der Sitten und Gebräuche einet d

BolkeS bleiben viele Stellen seiner Schriftsteller, in denen darauf A

angespielt wird, unverständlich, und cS ist daher dem Schcistaas» 8

leger die Kenntniß der biblischen Antiquitäten unentbehrlich. lla- d

ter den neuern Schriftstellern, welche über die jüdischen Alterthü- k

mer geschrieben haben, sind besonders Voland, Joh. Sims- k

viS, Ern. Aug. Schulz, Georg Lorenz Bauer, War- d

nekros und Joh. Iahn zu bemerken. Über die christlichen A> t

terthümer findet man theils in den Commentaren über das N. T>, «

theils bei den Kirchenhistorikern den nöthigen Unterricht. ki. ?

Biblische Erdkunde ist die Wissenschaft, welche die »»> ^

türliche Beschaffenheit und die Verfassung der Länder kennen leb«, ^

welche den Schauplatz der heiligen Geschichte, d. h. theils der Be- '

aebenheitcn des jüdischen Volkes, theils der ersten Pflanzung dll ><

Christenthums gewesen sind. Sie beschreibt daher vorzüglich Pa»' 8

stina, gibt aber zugleich von den an Palästina gränzenden asiali- °

schen Ländern, und von den Provinzen des römischen Reichs Nach- iricht, in denen daß Christenthum während des apostolischen Zeit- naller« Eingang fand. Die Quelle dieser Wissenschaft find die Heu Aligen Bücher selbst, die Schriften des Josep hus, die geographnschen Schriftsteller der alten Welt Strabo, Ptolemäus und ^PomponiuS Mela und ein Onoin-isticori uibium er ioco' „ruin scrixturne s., welches der Bischof von Cäsarea E u sebiu» ^im vierten Jahrhunderte in griechischer Sprache schrieb und HU'ronymus ins Lateinische übersetzte. Unter den neuern Gelenk- ^ten, welch« diese für den Schriftausleger höchst wichtige Wisse»' ^schaft bearbeitet haben, werden besonders die Werke von BachU' ^ne, Well« und dem Holländer Psbrand van HamelSf"' Z

b^BieneNrecht ist der Inbegriff der zum Besten der Bleu"' ^zucht erlassenen landesherrlichen und obrigkeitlichen Gesetze, u« ^

das darin gegründete Recht. Die Bienenzucht ist sehr alt, und w z

schon zu Moses und HiobS Zeiten sehr ausgebreitet, indem HE §und Wachs die ältesten Handelsartikel mit sind. Die Bienen w «

den nach dem römischen Rechte zu den wilden Thieren, » ^ r

dem alten Sachsenrechre zu den Gewürmen, Und nach »er,-? ,

denen Provinti«ls«l<tzrn zu dem gezähmten Vieh« geM"