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«lles tiefere Studium der Natur ausgeführt sind, so kennt mandoch ägyptische Sphenre und Löwen, an welchen man eine guteAusführung, Mannichfaltigkeit der Umrisse, Weichheit der For-men, Verbindung der Theile und Gefühl der Muskeln und Adernbewundert. Es war also den ägyptischen Künstlern wahrscheinlichnur erlaubt, an Thieren ihre Kunst zu zeigen. Den zweitendieser beiden Style glaubt Winckclmann an zwei Figurenvon Basalt auf dem Capital, und an einer andern aus der VillaAlbani zu finden. In dem Gesichte der einen findet er noch sehrmerkliche Züge des erster» Styls, aber die Hände sind schöner,und die Füße weiter von einander entfernt. Eine der zwei Fi-guren des Capitals ist nicht, wie sonst die Ägyptier wohl zuthun pflegten, an irgend etwas angelehnt, sondern steht frei undzeigt alle Seiten derselben. Doch sind andere Archäologen, nachgenauerer Untersuchung dieser drei Figuren und des Charaktersihrer Bekleidung, geneigt, fie auch zu dem ersten und folglicheinzigen Style der Äayptier zu rechnen. Übrigens arbeiteten sieihre Statuen nicht nur mit dem Meißel, sondern polirken selbstdiejenigen sehr fleißig, welche auf Obelisken zu stehen kamen, undgaben ihnen oft Augen von kostbaren Steinen, welches auch, abergänzlich verfehlt, die Griechen bisweilen thaten, und die Indiariernoch bis jetzt thun. Die Phönicier waren im Alterthume be-rühmte Künstler; Homer erhebt einen Becher derselben über alleWecher der Erde (Jl. 2Z, 740 bis 744). Die Künstler, welcheden salomonischen Tempel bauten, waren Phönicier. Von ihrenWerken ist uns nichts übrig geblieben, als zehn Münzen der Car«thaginienser, einer phönicsschen Colonie, welche in dem Cabinetdes Großherzogs von Florenz aufbewahrt werden, und mit denschönsten von Großgriechenland verglichen werden könne». DiePerser liebten zwar das Schöne der menschlichen Gestalt, ver-mochten jedoch nicht, dasselbe zum eigentlichen; Gegenstände derBildnerei zu machen, weil theils ihre Art sich zu kleiden, theilsaber auch der strenge Wohlstand, den sie in der Körperbedeckungveobachteten, dem Künstler den Anblick des Nackten entzogen.«>e konnten daher kaum eine andere Schönheit kennen lernen, alsvie des Gesichts und eines majestätischen Wuchses. Zu diesemHindernisse kamen noch zwei andere, die vielleicht noch»achtheiliger auf die Bildnerei der Perser wirkten, als die vor-A"-^Ü^ührten. Ihre Religion, die die Gottheit bloß unter dergestalt des Feuers verehrte, gab den Künstlern keine Veranlas-ko Ausbildung und Vervollkommnung ihre« Genies. Ebenihre BtaatSverfassung, nach welcher niemand großors ^ König, auch nicht, daß irgend ein Mann im Staatedurs?^d verehrt und demselben eine Statue errichtet werdenihrer Münzen, die bis auf unsere Zeiten gekom-unter den Nachfolgern des Cyru» geprägt worden sind,tb,'?» von keinem bessern Style, als der an den schlechtesten go-1 icyen Münzen angetroffen wird. Weibliche Figuren sieht man«„„.""Ein ihrer Denkmale. Die Hetruricr scheinen die Bild-mog,/, ,^ubt zu haben, als die Griechen, ob es gleich ausge-scheint, daß sie die ersten Anfangsgründe derselbendun>?^ s sAkn Coloniflen erlernt haben. Ihre frühere Ausbil-""3 der Ruhe zugeschrieben werden, welche diec>er genossen, da hingegen Griechenland um diese Zeit in