282 Dildnerei
unaufhörliche Kriege verwickelt war. Doch blieben die Hctruck!späterhin in Ausübung der Bildnern weit hinter den Gricchk»,und be onders hinter den Athenicusern zurück. Der Grund hin-von liegt nicht, wie Winckelmann und da« kurzgefaßte Handwcn , „ ^terbuch der ichcncn Künste meinen, in der düstern, ernsten Eemüthssninmung der Hetrurier, sondern in der Verschiedenheit duStaalSverfaffung, Religion und des Clima's. In den helrar»scheu Kunstwerken der Bildncrei, die oft eine große ÄhnlisM tzjL.mit denen der Griechen haben, erkennt Winckelmann drei vwsäncdnc Style. Der erste zeichnet sich durch gerade Linien, steil«Stellungen, gezwungene Handlungen und eine unvollkommene Jdü ^von der Schonße-t des Gesichts aus. Einige kleine hetrurifchFiguren von Bronze aus dieser-Periode sind daher in wehren»Stücken den ägypt,scheu ähnlich. Den Charakter des zweite»Sryls der Herrurier machen Stärke des Ausdrucks, sehr scharst,etivas ül ertriebene Anzeige der Theile, reihenwets gelegte Haart,geawungene und nickt leiten gewaltsame Stellung. Derselbe j,„tcrichiet.ne und beständige Charakter findet sich auch in d;n Äüichlern des neuern Hctruriens. Dieser Styl ist so manierirt ii«d ^unwandelbar, dasi sie den Äpoll, Mars, Hercules, Bulkan in n- ^sinem und ebendemselben Charakter zeichneten. Der dritte Ssilder Hetrurier :st selbst nach Winckelmann nicht ihr eigener, sc»° tesidern e n von d.n-Gciesiien, die nun den schönsten Theil von M« Kkilien eingenommen harten, erborgter, und folglich ein Styl daNachahmung, welcher mit dem schönen griechischen eine ausfallend! notÄhnlichkeit bot. Die Griechen sind, im Vergleich gegen d>! deßÄgyptier, Chaldäer und die indischen Rationen, ein sehr !M che,cuitivirtes Volk. Als sie aus dem ersten Zustande der robcstk» desUidwistenreit traten, hatten die Agyptier schon Pyramiden M nisiObelisken, und die Hebräer Götzenbilder; in dieser Periode kan«> Fvitcn die Griechen zur Bezeichnung ihrer Gottheiten nur «ustm sterliche Klötze und rohe, oder doch nur viereckig gearbeitete.Steint meSolcher rohen Zeichen der Gottheit fand Pausanias noch an mch zwreren Orten Griechenlands, namentlich zu Ptzerä in Arkadien, erldreißig. Erst lange Zeit nachher unternahmen sie es, runde um dewie ein Kops grob zugehauene Steine auf Würfel oder länglM voSäulen zu sehen, und stellten z. B. den Jupiter zu Tegea in K- becadien auf diese Weise vor. Diese Statuen nannten sie Herme», grweil man dem Hermes (Mcrcur) wahrscheinlich zuerst eine solch« Ze
Statue errichtete, oder weil das Wort Herm« überhaupt wi
großen Stein bezeichnete. Nach und nach wurden diese HeM«»mehr ausgebildet, und die Geschlechtscharaktere ungefähr in » KiMitte des Steins angedeutet, bis man endlich anfing, die de
liung der Schenkel durch einen Einschnitt anzudeuten- Aber »» siewurden die Griechen durch ihre Sitte», Religionsr und Ttaa raVerfassung, Clima und Gemüthsstimmung in den Stand vm k- erdie schnellsten und erftauncnswürdigsten Fortschritte in de» » Zesseg zu machen. Jedoch mußten diese Fortschritte, dem dang iNatur gemäß, allmählig geschehen, und so bemerkt manauch in der Kunst der Griechen mehrere Stufen, von denenrkelmann'besonders vier auöhebt, und sie den ältesten, den ^hetz schönen und den Styl der Nachahmer nennt. Die tverältern Styls, der mit dem Dädalus anfing und bis am o > ^
M des Phidias geht, waren gewöhnlich von Holz u"d den s