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Härte, sondern vielmehr an dem gleichsam uncrschoffenm Degch .der Schönheit, vornehmlich aber an der hohen Einfalt, sowohl» As/der Bildung der Köpfe, als in der ganzen Zeichnung, an dn «AKleidung und Ausarbeitung, als Werke dieses Styls erkennt. " ,Die Formen sind so einfach, daß sie nicht durch die ÄemühlWider Kunst hervorgebracht, sondern gleichsam wie ein Gedanke«»weckt und wie von einem Hauche geblasen zu seyn scheinen. Drdritte oder der schone Styl der griechischen Kunst fängt »i!dem Praxiteles an, und erlangte durch Lysippus sind Apelles sii>nen höchsten Glanz. Die vornehmste, ausgezeichnetste EigenMdesselben ist Grazie. In der Zeichnung desselben wurde alles Wge vermieden, was bisher noch in den Statuen großer Künstlegeblieben war, welches man vorzüglich dem Verdienste des Lyiip Apus zuschreibt, welcher nur das in der Natur nachbildete, !«-! .
sie Sanftes, Reines, Fließendes und Angenehmes hatte. Nglaubte, Erstaunen zu erwecken, sey weniger der Zweck der Kmstals zu gefallen. Dieser Theorie zufolge mußten seine Formen mtUmrisse weich, fließend und wellenförmig seyn. Grazie war dch« ^die fast unentbehrliche Eigenschaft dieses schönen Styls, und s ^zeigt sie sich auch in den Geberden, in der Handlung und Wer»gung des ganzen Körpers, in dem Wurfe der Kleidung und di» ^ganzen Anzüge. Diese Grazie des schönen StylS milderte dsUngestüme und Laute der Leidenschaften und Gefühle/so daß z.Ndie größte Pein, im Laokoon gleichsam unausgedrückt und M ^schloffen blieb. Übrigens blühte "dieser schöne Styl der griechisch^Kunst noch nach Alexanders Tode in verschiedenen Künstlern.
Meister desselben hatten die Formen der Schönheit so ausstudiii ^auch die Umrisse der Figuren so streng bestimmt, daß man, oh« ^zu fehlen, weder über diese Bestimmungen hinausgehen, noch mncrhalb derselben zurückbleiben konnte; die Schönheit war dMnach in der menschlichen Bildung nicht höher zu treiben. DjDarstellungen der Götter und Helden waren in allen nur mög»' zh
chen Stellungen und Lagen gebildet, so daß es den spätern KE ir
lern schwer fallen mußte, deren neue zu erdenken. Und soB Z
stand nun die Kunst der Bildnerei auf dem höchsten Gips« g«Vollendung, über welchen hinaus kein weiteres Fortschreiten M«finden konnte. Da es aber weder in der physischen noch mors» ^
schon Welt irgend einen Stillstand gibt noch geben kann, so M <n
hieraus, daß die Kunst nothwendig zurückschreiten mußte, «MRückschreitung dann auch mit der vierten Periode, o« ieder Periode der Nachahmung, einzutreten anfing, -v h,
Künstler nämlich, die nichts Neues mehr erfinden konnten, M <n
ten nothwendig darauf verfallen, das Vorbandene zu eoplren, r ge
somit entstanden die Nachahmungen derjenigen Werke, welche fi,
höchsten Ruhm des dritten. Styls begründet hatten. Wer »>« g,
nun ein bereits vorhandenes Werk zum Modell vorseht, der s,
müht sich natürlich nicht, ein eignes in der Kunst zu schaffen,«. indern er zeichnet vielmehr mit sklavischer Ängstlichkeit die um « Uund Formen seines Modells. Die Zeichnung wird also suran!» P
die Umrisse werden aus Mangel an eigenem Ideale Abdrucke ft
lichcr Mühe, und das Ganze ein Mittelding zwischen dem ? stduct eines freien Genies und einer peinlichen Sklaverei , ^
Das Bestreben, dasjenige durch Fleiß zu ersehen, was dem/- u
«n Kcizntniß und Wissenschaft fehlt, wird nach und nach «