Blaufarbenwerke
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ßaltoxyd wird theils roh mit Kiespulver naß vermischt, und sozum Behufe der blauen Töpferglasur unter dem Namen Jaffer,Zaffera, Zafflor, fälschlich Saflor genannt, verkauft, theilszu Smalte und Eschel verarbeitet. In diesem Falle versetztman den gedachten Kobaltoxyd mit reiner Glasfritte, und schmelztdar Blauglas in gewöhnlichen Glasöfen. Sobald es dünn undklar fließt, wird es in kaltem Wasser 'ausgegossen, darauf kleingepocht, und auf den Blaufarbenmühlen zwischen zwei kie-selartigen Mühlsteinen naß feingemahlen, zuletzt aber mit Wassergewaschen und ourch verschiedene Fässer geschlämmt. Die metall-haltigsten Glastheile fallen in den ersten Fässern nieder, und ge-ben die höchste Färb e r die blässesten aber, welche den Eschelbilden, fallen zuletzt nieder. Man läßt die Smalte eine Zeitlang-in den Fässern liegen, wobei sie zusammenbäckt, sich mehr oxydirtund höher färbt. Dieses Pulver wird sodann ferner in den be-quem eingerichteten Schlämmanstalten, so rein als möglichist, geschlämmt und auf Reibebretter geschüttet. Hier werdendie größer» Körner nun zerpocht, und das übrige mit Reibe-hölzern fein zerrieben, auf dem Reibeherde in Haufen ge-schüttet und alsdann auf die Farbenbretter gebracht. Auf die-sen wird sie auf der über einem ledigen Fasse stehenden Reihe-bank mit den Händen eben gemacht, in der Lrockenstube aufGerüste aufgestellt, und nach 24stündigem Trocknen in den Sieb-kasten durch verfchiedene Haarsiebe durchgesiebt. Wenn der Ka-ften voll ist, wird die Smalte etwas mit Wasser besprengt, da-mtt sie sich gur in die Fässer einpacken läßt. Bei der Verferti-gung guter Smalte kommt eS hauptsächlich auf folgende Stückean: l. auf eine richtige Versetzung der verschiedenen Kobalterze r2. auf eine gute Auswahl der Kieselerde zu Glasfritte, undL."Vl °ie Beschaffenheit des Wassers, welches zum Abkühlen undd-m gebraucht wird. Im Königreiche Sachsen, wo seiteaÜk tZoo mehrere Blausarbenwerke entstanden, wovon nochb°r>g sind, nämlich zu Oberschlema, Pfantt enstiel,g l^ppenthal und unweit Albernau verfertigt man über-^ obigen drei Hauptproducten gegen dreiundzwanzigm?' ^"Horden, gibt es in den herzoglich-sächsischen Landen, ?^?"enwerke bei Friedrichshöhe, Grüb amwiesÄ,^.""-Saatfeld. In Böhmen macht man, foreick k» fünf bis sechs Sorten, und in Frank»
GelH" am Ende des achtzehnten Jahrhunderts in denBvren/i.» "loncheS, ber ehemaligen Dauphine, bei Jesuiten, den17«- St. Mamet an der Pigue der Graf von Beust
sollen .„.^"farbenwerk errichtet. Die Holländer hingegenBeiren sächsischen Smalte, durch nochmaliges Feinreiben,
aeaen rn und Versetzen mit Jndig und andern Mitteln,
lu verfertigen. Die Smalte wird in der Mahlere!
Wachs- und Ölfarben, zum Bemahlen derknin!»'» '- 2 "!? Zeichen, zu blauen Glasflüssen, zum Plat-Porzellann,"^./" - . Lackmusfabriken gebraucht. Zum Behufe derEnialte bedarf man eines reinern Kobaltoxydes als die
den Glanrkn^r / enthält. Um dies zu bereiten, rathen Einigel-r abzulöschen",,«? ""er der Muffel zu rösten, in Was-
»nd die zu trocknen, darauf mit Salmiak anzureiben:
I nrrsäure durch Sublimation in irdenen Krügen abzu-
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