2Y2 Bloemart
der zu Puisavx in Frankreich lebte, und Chemiker und Musik«! Echtwar. Er konnte genau die Symmetrie der Gegenstände beurtl» Kt ,len, gab die Nähe des Feuers nach dem Grade der Wärme ai,beurtheilte die Anfüllung der Gefäße nach dem Geräusche, welche! Mckdie Flüssigkeit machte, während er sie aus einem in das and»« schalGefäß goß, und die Nähe der Gegenstände nach der Einwirim Meder Lust auf sein Antlitz. Er bestimmte genau das Gewicht i» weisDinge, und wie viel ein Gefäß enthalten konnte. Der berührn» vierSauderson, Professor der Mathematik zu Cambridge, hotte insw blickher Jugend das Gesicht verloren. Er erfand mehrere Vorrichtn! den.gen, sowohl in der Arithmetik als in der Geometrie, um I« DieStudium sich zu erleichtern. Er hatte ein so seines Gefühl, dar neuwenn er mehrere Münzen durch die Ftngcr laufen ließ, er die st dichsehen unterichikd, wenn sie gleich so genau nachgemacht waren, das Inselbst die Augen des Kenners dadurch betrogen wurden. — Bliv dende.ninstitute sind solche Anstalten, wo mehrere Blinde zur Hst Dieilung, oder die Unheilbaren zur Versorgung aufgenommen w>rda. s«n,Von der ersten Art sind an verschiedenen Orten theils öffentlich dastheils Privatinstitute errichtet worden. So hat in Leipzig AvcDoctor und Professor Clarus mit dem Wundärzte Herrn Felsw denPrivatinstitut für arme Augcnkranke uud Blind« errichtet, 0 ratDürftige unentgeldlrch besorgt werden. Ein ähnliches Instituts fühsteht in Erfurt unter der Leitung des Herrn Doctor Fischer. 8° traBloemart, bisweilen auch Bloin (Abraham), berühmt« ballniederländischer Mahler des ibten und i7ten Jahrhunderts. N amist um das Jahr 156g in Gorkum geboren und 1647 in Ulrich iurgestorben, lernte die Ansangsgründe der Zeichcnkunst bei sein« (iÄVater, der Ingenieur, Baumeister und Bildhauer war, hatte da» so rFlorio und Frank zu eigentlichen Lehrern, entfernte sich aber rü ihnihrer Manier und schuf sich eine eigne. Seine Bildung dankt« Gerhauptsächlich sich selbst. Er vollendete sein Studium in Pnst Niewurde dann Stadt-Architekt in Amsterdam, und ließ sich endA unkals Mahler in Utrecht häuslich nieder. Im Portraitiren war« >0-nicht stark, so wie man ihm'überhaupt ein wenig Untreue M» umdie Natur, in der Nacktheit sowohl als in den Gewändern vorwirft sarAuch tragen seine Gemählde einige Spuren der Ungeduld. DB nuFehler werden aber durch die Schönheit seines glänzenden Eolorw Mund den Reichthum in der Composition weit übertoffen. Er mäh»! unjGeschichre, Thiere, Muschelwerk und besonders Landschaften, >»«' -f"!
che letzteren am meisten geschätzt sind. Vorzüglich groß ist er» ««
Helldunkel. Er war auch Kupferätzer und Formschneider. Se>« »
Werke sind zahlreich. Er hatte vier Söhne. Adrian grng » ^
Rom, und erwarb sich als Mahler und Kupferstecher einen «nie-,"' "sliehen Ruhm- Er starb zu Salzburg in einem Duell. Hernr>ä r'malte bloß Bildnisse. Friedrich hat Vieles mit BeiM »Eseinem Vater in Kupfer gestochen, worunter ein Zeichenbuch " >
iiy Blättern besondern Werth hat. Cornelius war der S-schrckteste. Er ist 160z in Utrecht geboren, war erst Mahler, d> xKupferstecher, hielt sich eine Zeitlang in Paris auf, und g »dann nach Rom, wo er 1680 starb. Sein Stich !
durch eine bisher unbekannte Reinheit und Schönheit, durch 1« .
Übergänge der Lichte und Schatten, Verschiedenheit und Weich»der Töne so musterhaft aus, daß er der Schöpfer emer ne