Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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r-4 Blücher

möglichst lange von der Oder abzuziehen. So rückte er in da! W,Gebiet der freien Reichsstadt Lübeck ein. Allein diese Stadt, i» un>Eile etwas befestigt, ward von der Übermacht der- andringend!« st"französischen Colonnen im Sturm genommen. Blücher hatte mit eini- Angen Truppen sich aus der Stadt gerettet, und mußte, aller Berthen ^Ligungs- und Ausfluchtsmittel beraubt, am 6ten und 7ten Nordn ^zu Ratkau, einem fürstlich - lübeckschen Dorfe, capituliren. E: Anthat dies jedoch nicht anders, als unter der ihm nach vielen Wn- uugerungen zugestandnen Bedingung, bei seiner Unter chrift den An-satz zu machen, daß „ ihm die Kapitulation vom Prinzen von Po»te-Corvo angetragen und von ihm nur wegen Mangels an Mund ^tion, Proviant und Fourage eingegangen worden." Blücher >M 7^°nun Kriegsgefangner, wurde aber bald gegen den französischen (d«> '.

maligen) General Victor ausgewechselt, und gleich nach seiner A»> > ^kunft in Königsberg, an der Spitze eines Corps, zu-Schiffe nag 5Schwedisch-Pommern gesandt, um Stralsund vertheidigen zu hidfen, und alle Operationen der Schweden zu unterstützen. Mi .tilsiter Friede hob diese Bestimmung wieder auf, und Blücher an lleitete eine Zert lang in Königsberg und Berlin zur Seite d!i PKönigs im Kriegsdepärtement. Dann erhielt er das Militär«mando in Pommern. Er war darauf mit unter den bedeutend!»Männern des preuß. Staates, welche auf Napoleons Veranlasst»- ^in den Ruhestand versetzt wurden. An dem Zuge des preußisch!»-Hülfscorps bei der französischen Armee in Rußland im Somm> ^1812 nahm Blücher keinen Theil; aber als sein König sich f» ^

Alexander anschloß, um die schmachvolle Fessel zu zerbrechen, » ^

welche Frankreichs Lbermuth ganz Deutschland geschlagen HM E«,als Preußens edle Nation sich erhob, um den erlittenen Schmstzu rächen: da war Blücher — nun schon im Greisenalter von ?Jahren — einer der thätigsten. Er genoß die ausgezeichnete dp hjzre, den Oberbefehl über die Preußen und das russische CorpS«««Generals von Winzingersde zu erhalten, welches letztere m ^Folge wieder von ihm getrennt wurde. In der Schlacht von ku?!» ^

<2ten Mai igiZ) bedeckte der ehrwürdige General sich mit H«»"' ve,rühm, der von Alexander auf würdige Weise durch Ertheilung»» ^

Georgenordens anerkannt wurde. Die Tage bei Bautzen "» ^

Hochkirch wanden, ungeachtet der Erfolg für die Franzosen W ^

pig erschien, neue Lorbeeren um seine Scheitel, aber das Maß ^

«es Ruhmes ward erfüllt durch die großen Tage an der ^

«nd bei Leipzig. Dort vernichtete Blücher das ganze Corps«Marschalls Macdonald, und: reinigte ganz Schlesien von den W ^i

den. Seine Armee erhielt- nun den Namen der schlesischen. -0 M

Hebens versuchte Napoleon selbst, den alten Helden — von 'spottweise „der Husarengeneral" genannt — in seiner Raa>eseinem Siegeszuge auszuhalten. Er drang unaufhaltsam U

die Lausitz vor. Am zten Oktober passirte er bei Wartend»» xgElbe, und zwang durch diesen kühnen Schritt auch tue groß sch

mische Armee unter Schwarzenberg und die Nordarmee unrer^ f,,

Kronprinzen von Schweden zu größerer Thätigkeit, -vif S dr

Lage von Leipzig nahten. Am löten October errang die isv ^ vi

scke Armee unter Blücher über den Marschall Marm - hiMöckern einen glänzenden Sieg, und er drang schon a H

Tage bis nahe an die Vorstädte LeipzigS vor. Am is ^h

Blucher in Verein mit dem Kronprinzen von Schweocn v