Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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296 Blumenbach Blutsfteuridschaft

-cn »nd Ehrenzeichen war, ihn mit einem eigenen, für ihn M teibestimmten Ordenszeichen. Es ist ein von goldnen Stralen m Wigebenes eisernes Kreuz, das er ihm mit den Ausdrücken zuschiA nc„wie er zwar wohl wisse, daß keine goldne Strahlen den Sl-z w!seiner Verdienste erhöhen könnten, es ihm jedoch Vergnügen e luwähre, deren Anerkennung auch durch eine äußere entsprechet »iAuszeichnung zu beurkunden rc." Nach dem Pariser Frieden je desich der Fürst wieder auf seine Güter zurück, wo er von den K Eschwerden des Krieges auf seinen wohl errungnen Lorbeeren ick Kruht. u!

Blumcnbach (Johann Friedrich). Dieser philosophische D Aturforscher gehört gegenwärtig zu den ersten Zierden der Univeü «tät Göttingen, auf der er seit mehrern dreißig Jahren mit rap anser Thätigkeit sehr faßliche, vielbesuchte Vorlesungen über Naw «uges-bichte, Physiologie, Osteologie, vergleichende Anatomie, Pllhlogie und mcdicinische Literargeschichte hält. Über alle diese M Asenschaften hat er mit trefflichem Blicke ordnungsvoll und büB Plgeschrieben, und diese Schriften — ihr ansehnliches Verzeichn sbliefert Meusels gelehrtes Deutschland — tragen das Geprtz L«seines eigenthümlichen, unverkennbaren Genies, und haben wlz« auihres reellen Werthes großen Beifall und zum Theil mehrere Otagen erhalten. Sein meisterhaftes Handbuch der NaturgeschW A»st bereits zum achtenmsle aufgelegt. Blnmenbach ist am i!t« -d-Mai 175z zu Gotha geboren, studirte in Jena und Göttingen,er 177g das medicinische Doctorat, 1776 die Aufsicht über dü L»Naturaliencabinet der Universität, und eine außerordentliche, l«wie 177g eine ordentliche Professur der Medicin erlangte. L» wSommer 1783 unternahm er eine gelehrte Steife nach der SchwÄ ^und später eine nach England, wo ihm besonders das Wohlwoll» Ades berühmten Ritters Banks sehr nützlich ward. 1788 wurde « ^

großbritannischer Hofrath, und als Göttinge» unter das Scepters«Königs Hicronymus Napoleon gekommen war, Ritterd« >westphalischen Krone. Bon vielen gelehrten Gesellschaften ist« „

Mitglied, und steht mit den vorzüglichsten Männern seines Fach« !z» Briefwechsel, Er besitzt, außer vortrefflichen naturhistorisWWerken und Kupferstichen, eine ^herrliche Raturaliensammlung, ^che. die Dankbarkeit von mehreren seiner ehemaligen Schüler MTheil, mit großen Seltenheiten bereichert hat. Er verdient m.Hixb« und allgemeine Hochachtung, weil er nicht nur ein höchst »Osicher akademischer Lebrer und ausgezeichneter Schriftsteller, I««dern auch ein aufrichtiger, schlichter, deutscher Biedermann str.

Blutsfreuudschaftsim Ratilrrechte) wird durch das » ^

hältneß begründet, in welchem eine Person gegen die andere edem Grunde einer vorhergegangenen Zeugung sich befindet. « ^

der zeugende Theil etwas von seiner animalischen Substanz anw ^ ^

det, um daraus die animalische Substanz des andern, des weze ^

-teil, zu bilden, so entsteht daraus das allgemeinegrößer die Übereinstimmung des animalischen Wesens einer p i ^Mit. dem animalischen Wesen der andern aus dem Erunoe ^

vorhergegangenen Zeugung ist, desto größer ist der Grad der.-o ^

freyndschaft unter, ihnen. Daher ist zwischen einer zeugenoe ^

der von ihr durch die Zeugung abstammenden Person nach » 2

tur ei» größerer Grad der Blutsfrcundschaft, als zwischen e j,wrich» von einer Person, als ihrem gemeinschaftlichen V>a«>