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ihn zu seinem Nachfolger, und gab ihm früh eine dem gemiisi zz,Erziehung. Der junge Hermann entsprach den Erwartungen d«iVaters; noch vor seinem elften Jahre verstand er Griechisch und ^Lateinisch. Ein bösartiges Geschwür, von welchem er! damals a» n,
der linken Hüfte heimgesucht wurde, und gegen welches er siebt» a,
Jahre lang alle Hülfsmittel der Arzneikunde erschöpfte, war Ur- W
fach, daß er.Neigung für diese Wissenschaft faßte. Im Iah» «z
1682 ward er nach Leyden geschickt, um dort seine Studien fort- sx
zusetzen, welche sehr glänzend waren. Gleich nach seiner Ankunftverlor er seinen Vater, der ohne "Vermögen starb; glücklicher i-
Weise empfahl ein Freund'seiner Familie ihn van Alphen, der ihn ^
unterstützte. Er widmete sich seitdem mit Eifer dem Studium; ^
mit der Kenntniß des Griechischen und Lateinischen verband er g;
bald Ehaldäisch, Hebräisch, alte und neue Geschichte, Universal-Historie, Kirchengerichte, Geschichte der Philosophie u. s. w> p>Seit 1687 beschäftigte er sich auch mit der Mathematik. Er warzwanzig Jahre alt, »als er dienerst;,; öffentlichen Proben seiner s,
Gelehrsamkeit und Beredsamkeit'gaü. Unter Gronov«, seines Leh- d
rers im Griechischen, Vorsitz hielt er ein« akademische Kede: tza« L
xroirstur inreilecroiri » Lioerons «r soriklitL0»M es»« «er- n
leiunarn ^xiorui äs suinmc» kono (gedr. Leyden löyo, 4.). si
Woerhaave bestritt darin Spinoza's Lehre mit so viel Talent, daß §
die Stadt Leyden ihn mit einer goldenen Medaille belohnen zu e
müssen glaubte. Im Jahre 1639 ward er Doctor der Philosophie, d
und vertheidigte bei dieser Gelegenheit seine Jnaugural-Differta- k
tion äs äistinsiüons insiiris -r sorxore (Leyden i6yo). Er b<- v
stärkte durch dieselbe die großen Hoffnungen, welche man von ihm L
gefaßt hatte. Indem er seine theologischen Studien fortsetzte, um h
dem letzten Willen seines Vaters zu gehorchen, nöthigte ihn sei»!Dürftigkeit, anfangs mathematischen Unterricht zu geben; einige §Zeit nachher ward ihm aufgetragen, den Catalog der Bibliothek h
von Vossius zu collationiren, welche die Stadt Leyden gekauft h
hatte. Damals fing er, in einem Alter von 22 Jahren, das Stu- «
dium der Medicin an. Drelincourt war sein erster und einziger s
Lehrer; er erhielt von ihm nur wenigen Unterricht, und es ift Z
merkwürdig, das Woerhaave allein eine Wissenschaft erlernte, aus j
die er einen so wichtigen Einfluß ausüben sollte. Er studirte zu- <
erst die Anatomie, aber mehr in den damals gangbaren Werken z
eines Vesale, Bartholin u. s. w. als in Sectionen. Er war zwar i
leer den meisten Zergliederungen RukS gegenwärtig; dennoch läßt <
sich d-w Mangel eines praktischen Studiums der Anatomie in jlen C-chriften Boerhaave's wahrnehmen; man sieht ihn bluw' s
lings in dieser Wissenschaft den Belegen Ruyschs folgen; man sühn- s
daß >er hier nicht, wie in allen andern Theilen der Medicin, nam l
eigew'n Beobachtungen spricht. Der Einfluß, den er d^moch »m s
sie ar sübte, war nur indirect, nur eine Folge der notl-weimgVerbi ndung zwischen dieser ganz mechanischen Wissenschaft unoPhysi ologie und Medicin. Indem er in letztem die chechanWErklä rangen vorzog , zwang er die Anatomen, sich einem gen ^Studium der Formen der Organe zu widmen, wie sich °>eMw Anatomen seiner Zeit, eüiciq Santorün, Morgagm, -saÄ-a, Winslow, Albi'nns u. s. w. leicht wahrnehmen läßt.dies ern'vorläufigen Studium, welches in der That die Da!mei iyinrschen Wissenschaft ist, las Woerhaave alle alten unv