zog ' Böhmen
unglücklichen Grübelei über Schöpfung, Eündenfall u. s. ,». hi,durchzuarbeiten und die äußere rohe Schale von dem innersten Lm dezu sondern versteht, auch nicht die Weisheit selbst in Bdhmri vcLehre sucht; »och weniger die aus mangelhafter Bildung entsprm- 2gene Dunkelheit und Planlosigkeit seiner Schriften für Tiefe M, reund — absichtlich oder unabsichtlich — nachahmt, sondern die Fm- dc
ken des göttlichen Geistes überall, mithin selbst in des schlicht!« de
Mannes Gemüthe erblickt und sinnig betrachtet. Einen ungedL B
beten aber mochte die Lesung seiner Schriften leicht zu Geistes»»- vewirrung führen, je mehr ihm das undurchdringliche Dunkel p di> heimnisivolle Weisheit zu verbergen scheint. Über B ö hm c's Lch dc
rcn vergi. den nicht ganz so urtheilenden Aufsatz Eberhards (in dm wi
Biographen, Halte i Kd. »St. S, is/ u. f.) und Jacob Böhmz ka«in biographischer Versuch, Pirna TMi. 8., in welcher letzter» Schrift ka
eine Menge ausgezogener Stellen den Hauptinhalt ausmachen. W
stBöbmen (Bö heim, Boje» heim), hat seinen Raum kelvon dc» Bojen,, einem gallischen oder keltischen Volke, welche« >n
«twa sechshundert Jahre vor Christi Gehurt sich daselbst unter lln-führung eines Reffen des Lmbigar, eines Königs der Berrtiyer, ^niederließ, aber in der Folge grdßrentherls von den Markomanne»wieder daraus vertrieben wurde. Biertchalb hundert Jahre nach jss
Christi Geburt hatte Böhmen, welches damals von deutschen W- "
kerschasten bewohnt war, unter seinen Herzogen, welche jedoch >»» 2enig bekannt waren, eine feste Regierung. In der Mitte des M- "ten Jahrhunderts drangen (nach Einigen unter der Anführung ei-nes gewissen Zecko) ein zahlreiches Heer Slaven (Czechom,Tscheche n, so nenne» sich noch jetzt die Böhmen in ihrer Sprachst 5 .'!welche bis dahin die Ufer des schwarzen Meers bewohnt hakten,» ABöhmen ein, unterwarfen es sich und machte» dasselbe urbar. N:hAndern soll oben erwähnter Zecko eine ganz von den Slaven »»- 77,
abhängige Person gewesen, und die Nachfolger desselben von bin sss!
sen hart bedrängt worden seyn, obgleich die Äbkömmlinge.des Ms Anie ganz aus demselben vertrieben werden konnten. Der erste, ^der uns namentlich aus denselben bekannt ist, war Przemisla«,ein Bauer, den e>Z2 d>e Fürstin Libussa ehelichte und auf de» '
Thron hob. Obgleich Carl der Große und einige seiner Nach-
kommen Böhmen unter ihre Staate« rechncten und es zinsbar mach- .ten; so dauerte doch diese Unterwürfigkeit nicht lange, und im ^Jahre 840 wurden sogar die Hcrzogthümer Böhmen, SchlcD ^und Mahren von aller fremden Herrschaft frei und von ihren«-genen Herzogen regiert, obgleich eine gewisse Verbindung zwischen ^ihnen und dem deutschen Reiche blieb. Ja im Jahre 1061 bekam« ^die Herzoge von Böhmen sogar den Titel als Könige, den i-MKaiser Heinrich IV. ertheilte, und welcher dem Könige WratiS- ^las im Jahre 1086 zuerst allgemein zuerkannt wurde. SiE" unertheilte der deutsche Kaiser Philipp II- um das Jahr 1230 Pri-- ^rnislas II. und seinen Nachfolgern die Königswürde, welche °ar- ^auf von Friedrich II. bestätigt wurde, seit welcher Zeit Beym» ^
ein Königreich geblieben ist. Der männliche Stamm der alten K' ^
Nige endigte iZvg mit Wenzel V. worauf 1Z10 durch Heirath ^ ' g<hänn von Luxemburg die Krone erhielt und sie aufseme icaq-folger vererbte. Hierauf vereinigten Carl IV-, (als d!/>chko" Saus dem Hause Luxemburg unter dem Namen Carl I., der w m
men ungemein emporbrachte) Wenzeslas und Siglsm ei
(ein Sohn Carls IV., welcher Böhmen durch den Religionskrieg