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Böhmische Brüder
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den Hussilen beinahe wieder verloren hätte), die Krone BohmcnSvon igvz bis 144» mit der des deutschen Reichs. Nach Sigismunds
Tode käm Böhmen an dessen Schwiegersohn Alb recht von Öster-reich und nach dessen frühem Tode an dessen Sohn Ladislav,der zugleich König in Ungarn war, wodurch Böhmen von dendeutschen Staaten getrennt wurde. Räch seinem Tode wählten dieBohme» einen Georg von Podiebrad, der vorhin schon Reichs-verweser gewesen war, und darauf den polnischen Prinzen W l a»dislaw und nach ihm seinen Sohn Ludwig zu Königen, welchebeide letzteren auch zugleich Könige in Ungar» waren. Nachdem Lud-wig in der Schlacht wider die Türken bei Mohacz geblieben war,kam Böhmen wieder an das Haus Österreich. Vermöge der Trak-taten nämlich, welche zwischen Kaiser Maximilian I und KonlgWladislav abgeschlossen waren, folgte jetzt Maximilians zweiter En-kel, der Erzherzog Ludwig, der die Böhmen nöthigen wollte,in dem schmalkaldischen Kriege wider den Churfürsten in Sachsendie Waffen zu ergreifen, da diese aber Miene machten, ihmden Gehorsam änfznkündigen» wider ße nach Ear s V. Siege derMühlberg sehr scharf verfuhr, und Böhmen selbst für ein unum-schränktes Erbreich erklärte. 2 hm folgte sein Sohn Maximi-lian, diesem seine Söhne N u d 0 lp h und Matthias. Ge-gen das Ende der Regierung des letztern entstanden, wegen ge-kränkter Religionsfreiheit der Protestanten, Unruhen, welche denAnfang zum dreißigjährigen Kriege machten und das Hans Öster-reich in Gefahr setzten, Böhmen zu verlieren. Mit Übersetzung Fer-dinands II., der doch schon bei Lebzeiten seines Vetters Matthias zumKönige von Böhmen gekrönt war, wählte man den ChurfürstenFriedrich V. von'der Pfalz. Als aber der Sieg bei Prag1650 zum Vortheile des Kaisers entschieden hatle, gelangte Böh-men, das nun wirklich ein anerkanntes Erbreich und rein monar-chischer Staat geworden war, unter die Herrschaft Österreichs, beiwelchem es auch unverrückt geblieben ist, obgleich nach Carls VI.Tode Cor l Albrech t, Churfürst von Bauern, auf Böh-men Anspruch machte und sich sogar in Prag zum Könige ausrufenund huldigen ließ.
Böhmische Brüder ist der Name einer christlichen Rcli-gionsgeiellschaft, die sich um die Mitte des i-ztcn Jahrhunderts an-der! Resten der strengen Hussiten in Böhmen bildete. (Bergt. d.Art. Hussiten). Unzufrieden mit den Annäherungen an den Pa-pismus, durch welche die Calixtiner sich damals zur herrschendenPartei in Böhmen zu machen gewußt hatten, wollten sie die Com-vactaten derselben nicht annehmen, und fingen seit 1457 unter der-eitung eines Pfarrers Michael Beadacz an, in besondere^"neinden zusammenzutreten, eigene Versammlungen zu hattenund sich durch den Namen: Brüder oder Brüderunität vonrn übrigen Hussiten zu unterscheiden, von ihren Gegnern wurdeneft mit den Waldcnsern und Piccanden vermengt und >ve-Verborgenheit Grubenheimer genannt. Unter man-harten Bedrückungen von Seiten der Calixtiner undgewannen sie, ohne der Gewalt Widerstand zu leisten,°ura> Beharrlichkeit in ihrem Glauben und Reinigkeit in ihreneine so bedeutende Ausbreitung, daß die Zahl ihrer Ge-elav, .Jahre 1500 auf zweihundert belief, welche meistens
. unter Begünstigung der Gutsbesitzer erbaute Bethäuser inne