Zio Böhmische Brüver
hatten. In ihren Bekennrnißschriften zeigt sich das Eigenthüm-liche ihres Klausens, bcsonders Sei der Aaendmahlslehre,, in dersie die Transsubstantlaticn verwarten und nur eine sacramentüHode geistig mystische Gegenwart Ebristr annahmen. Übrigens bau-ten l'.e ihr Giain cns'-ekenntn-'ß durchgängig au> die heilige SchrillUnd fanden damit und noch mehr durch ihre Eommunverfachurund Krrchcnzucht bei den Reformatoren des i 6 ten JahrhundenlWeit- ll Diese Berfaffung war den Einrichtungen den älteste»apostolischen Gemeinde nachgebildet. Durch Entfernung der Laster-haften aus ihrer Gemeinschaft und einen dreifach abgestuften Bar«,so wie durch sorgfältige Trennung der Geschlechter und Eintheiln»;ihrer Genuindegli der in Anfänger, Fortschreiterr.de und Boldkornmne suchten sie die Lauterkeit des praktischen Urchristenthums ll«-ter sich herzustellen und dre strenge, bis auf das häusliche Leb»her Individuen ausgedehnte Aufsicht, zu der sie eine Menge B«amte von verschiedenen Graden bestellten, mußte viel zur Errei-chung dieses löblichen Endzwecks beitragen. Diese Beamten wäre»ordnnrende Bischöfe, Senioren und Eonseniorcn, Presbyter bdikPrediger, Diakonen, Ldilen und Akoluthen, unter welche sie dirLeitung der kirchlichen, moralischen und bürgerlichen Angelegenhei-ten ihrer Gemeinde auf eine kehr verständige Weise vertheilte».Ihr erster Bischof erhielt ferne Ordinrtion von einem waldensiich/»-vb sich .--leich ihre Gemeinden mit den Waldensern in Böhmen Mvermengten Sie mußten inzwischen mit dieser gedrückten Semgleiches Schicksal erfahren. Da sie nach ihrem Grundsätze, nirgend/Kriegsdienste zu thun, sich auch im schmalkaldischen Kriege wei-gerten, die Waffen wider die Protestanten zu ergreifen, nahm ih-nen der Konrg Frdinand ihre Kuchen, und 1548 gingen geMrooo böhmisch- Brüter nach Polen und Preußen, wo sie sich Mbirr Marrenwerder ansiedelt n. Der Vergleich, den diese Ausgew»«-dorten mit den Luther-ner» und Reformfrten in Polen den iMApril 1570 zu Sendemir abschlössen, und noch mehr der Dis-sident err fr i e d e der polnischen Stände 1572 verschafften isMDuldung irr Polen, wo sie sich jedoch unter den Verfolgungen »esschwedischen Sigmund näber an die Reformirtcn anschloffcn und>»dieser Verbindung noch bis jetzt' Rests der alten Verfassung be»uhielte». Ihre in Bobine» Und Mähren zurückgebliebenen Bk»°<kgelangten unler Maximilian II wieder -u einiger Freiheit und hauteil ihren Hauptsitz zu Fulnek in Mähren, daher sie auch mäh-rische Brüter hießen. Die für die Protestanten in Böhme» s -glückliche Wcnduna des dreißigjährigen Krieges hatte jedoch ei»gänzliche V'i'tilgung ihrer Kirche zur Folge und ihr letzter, U">d-n Jngendunt rricht sehr verdienter Bischof Eomenius (s- 'Art.) mußte entfliehen. Seitdem wanderten sie häufig aus, wz B 0670, wo die böhmischen Gemeinden zu Dresden und S -tau enrst. nden und seit 1772 wieder nach Sachsen, wo sich a.rhrca Nachkommen die Brüdergemeinde zu Herrnbutauch nach den preußischen Staaten, wo die böhmische» Genm»zu B-rlin und Rücksdorf noch besiehe». Ihre Reste in »shselbst h^b-n sich unter den Lutheranern und Reformirten oen -was bei d n böhmischen Gemeinden in Sachsen und Ps^e-ebenfalls Statt findet. Ob nun gleich diese alte böhmisch - mriiche Brüdcrunität für erloschen anzusehen ist, s° ^ i»
«Is eine stille Pflegerin christlicher Wahrheit und Fröinmigk