Bo'inqbrocke 3 1,
d>« Lhrones entgegensah, lud ihn zu sich nach Lothringen ein; Bo-aich lingdrocke lehnte dies jedoch von sich ab. Da er aber erfuhr, daßM- das englische Parlament ihm fortwährend den Prozeß mache, nalnnde» er Jacobs Anerbieten an, und ward von ihm zum Staatsministeruez erwählt. Als aber Ludwig XIV., der beste Freund Ja-alt cobs III., gestorben war, verlor Bolingbrocke alle Hoffnung, daßiu>» die Unternehmungen des letzter» je gelingen würden, und bereute,mk» sich mir demselben so weit eingelassen zu haben. Bolingbrocke's Ge-uich sinnlinzen und seine daraus hervorgegangenen Unternehmungen mö-lst»' gen nun auch über diesen Gegenstand gewesen seyn, wie sie wolle»,ga so darf man dennoch annehmen, daß er es mir Jacob III. wirk-sg» lich redlich gemeint habe. Nichts desto weniger entsetzte ihn diesersei- plötzlich seiner Würde, und übertrug sie dem herzog Ormond. Sochse! wollte es also Bolingbrocke's sonderbares Schicksal, daß er sowohl
oder von dem wirklichen, als dem bloßen Tikular-Könige von England
liih- der Verrätherei beschuldigt ward. Jetzt wurden «bin von dem Kö-
sei» nige Georg Anerbietungen gemacht, die Geheimnisse des Prälen-
end denken zu entdecken; er aber lehnte diesen Antrag anfangs von sich
und ah, nahm ihn hernach aber auf eine sehr inconsequenre Weise in
die so fern an, als er sich verpflichtete, der Sache des Prätendenten un-
iv§- ter der Bedingung, daß man ihm eine gänzliche Vergessenheit des Bor-
lirt gefallenen bewilligte, und sich in Betreff des übrigen auf ibn verließe,
M, einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Nachts desto weniger wi-
U versetzte sich Chevalier Walpole, der den künftigen Einfluß Bo-
chli ungbrocke's auf das englische Cabinet sehr natürlich befürchten mußte,
seid der Rückkehr desselben aus allen Kräften, Run schrieb dieser, gleich-
v,r> schn um seine persönliche traurige Lage durch eine schriftstellerische
idea Ergießung erträglicher zu machen, pbilosophilche Tröst» »-
und gen, fand aber deren bald hernach noch süßere, indem er sich mit
?ul, «mcr reizenden und sehr begüterten Dame, einer Nichte der Frau
son> von Maintenon, vxrheirathete. Im Jahre 172Z ward endlich das
M Parlament, dessen sämmtliche Mitglieder geschworne Feinde
we, ^öolmgbrocke's gewesen waren, aufgehoben, und nun erlaubte ivmKdnig, als eine erste Gnade," nach England zurückzukehren,hon oyne daß er jedoch schon damals in seine Güter wieder eingesetzt wiir-^''Htere geschah erst nach Berlauf von zwei Jahren durch^ Parlamentsacte. Nun führte er, nach seiner Aurück-vo" England, das Leben eine- vollkommenen Sandmannes,
est" „nv Beschäftigung er sich nur durch die Unterhaltung Swifts
, ^ in etwas unterbrechen ließ. Aber kaum hatte sich im
Stimme der Opposition erhoben, als Bolingbrocke- rpiidon eilte, und da man ihm den Eintritt in chas Depar-
verweigerte, von nun an während acht Jahreö'" ""öeine Druckscliriste», welche die größte Wirkung auf das
. ken».'""- die Ministerialpartei bekämpfte. Auf diesem Wege
bä,e- nicht fehlen, daß er sich nicht abermals mächtige Feinde"!>.' üb - ^ c über welche er durch seine Dissertation
» in ivelche als sein Meisterstück betrachtet wird,
tenn,?i,"cr^. In Folge dieser Ereignisse verließ er zum zwei-gt sogar Swik? ^ ising nach Frankreich, um sich daselbst, wie
>i werf,n meinte, der Partei des Prätendenten in die Arme zu
,r stand ^doch Pope vertheidigte, und öffentlich ge-
Vater'mnb ^ sowen edlen Freund bewogen habe, ein undankbares"^lchos ihn verkenne und anfeinde, zu verlassen. In