Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Tonaparter (Lucian)

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< kurz darauf die Stützen derselben, Merlin, Laräveilldre und Treil-^ hard stürzen. Jetzt wuchs sein Einfluß, und man sah ihn schonnach und nach die Partei bilden, welche hernach die Absichten sei-st-), nes Bruders unterstützte und beförderte. Kurz vor dem i 8 lenÄ Brumaire ward er Präsident des Raths. Er war eS vorzüglich,sl der die Begebenheiten dieses Tages leitete. Da er die Währung,

. welche Bonaparte's Eintritt in die Versammlung verursachte, nichtzu dämpfen vermochte, verließ er seinen Sitz, legte die Zeichen" seiner Würde von sich, schwang sich zu Pfecde, sprengte durch diei _ Reihen und federte die Truppen aus, ihren General, den man«E .ermorden wollte, zu rette». Sein Mutb und seine Redebegeisterten die Soldaten. Der Rath de>- aoo ward verjagt. Eineneue Konstitution erhob sich auf den Trümmern der alten. LucianE ward Minister des Innern. Er benutzt« s ine Stelle, sich nochmehr zu bereichern, und übergab sich nun ganz seinem Hange zumPrunk und üppigen Wohlleben. Im Jahr 1800 verließ er dasMinisterium, um als Gesandter nach Spanien zu gehen, wo erEnde Sept. izoi zu Badajvz den Frieden mit Portugal unter-zeichnete. Hier war es besonders, wo er sein PcivatvermLgenins Ungeheure vermehrte. ES ist versichert worden , daß die por-tugiesische Regierung ihm für 10 Millionen Franken an Juwelen. muhte einhändigen lassen. Bei seiner Zurüchkunst in Paris trater in das Tribunal (gten März 1802). Er unterstützts'den Planzur Errichtung einer Ehrenlegion, deren Großoffizier er sogleich,^ und dadurch statutenmäßig auch Senator wurde.) Das Institut,,ch "uhm am Zten Febr. 1303 zum Mitglied für die Classe derNaj politischen und moralischen Wissenschaften ans; und kurz nachherld« erhielt er die Senatorei Trier. Im Juli darauf nahm er Besitzg,, von den der Ehrenlegion i» den Rheindepartements und in Belgiensi»' iug«lheilten Gütern. Stets hatte er sich jedoch Napolbons Stre»r» ^ uach Alleinherrschaft widersetzt, und die daraus entsprungenenMb ^^Helligkeiten wuchsen mit den Fortschritten von dessen Gewalt.Äü Als endlich Ende desselben Jahres Lucian dle Witwe des'Banquierdk» 2 oudertau, ganz gegen Napoleons Willen, geheirathet (seine ersteGatrn war 1802 gestorben), und dieser nach der Kaiserkrone gegrif->>«!> n l "Urde die Spannung unter den beiden Brüder» so stark, daßer«, "'"an, um (wie man sagt) einer Verhaftung zu entgehen, sichg,, ? 3 o 4 nach Italien begab, die vier Meilen von Rom gelegene Villa

«e Nemvri kaufte, und dort rubia seiner Familie, den Künilen

Er bot ihm den Thron von Italien, den Thron vondst ^pamen an, verlangte aber auch stets die Trennung von seinerLucian schlug alle Anerbieten aus, und erbitterte dadurchei» so sehr, daß er gewaltsame Maßregeln befürchten zu

glaubte. Er wollte sich nun in Nordamerika niederlassen,ow zu reifen, bat er den englischen Gesandten am

ü ^0^ Hill um Pässe von der englischen Regierung,nß wie versprechen schifft? er sich igil zu Civita Vecchia

ve- n-m st.'. ""E Gefolge von Zg Perioden und allem sei-lt! pfstn^ " Eigenthum ein, diese Pässe in Sardinien in Em-

iel- Das^ -a Aber Hlll hatte sich in seiner Zuversicht geirrt.

M dürfe, Mrnisterium verweigerte die Pässe, und Lucian

s» «ufs-in^ S-c.lien landen. H-cv Ao->ir indessen, der

dll ll«ner Gesandtschaftsreise von England nach Co.istantinopel eben