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Borysthenes Dös«
vinzen jenseit der Alpen. Als solche« hielt er seinen Hofstaat i»Lurin, und machte sich durch sein gefälliges Wesen bei den Pu-montesern beliebt. Seine Gemahlin war fetten um ihn. Mit ziem-licher Gleichgültigkeit machte er 1314 Napoleons Thronentsagungbekannr, uno besaht der Armee und den Behörden Ludwig XVM.als König zu erkennen; capitulirte gleich darauf mir den Österrei-chern, übergab ihnen alle festen Plätze in Piemont, und begab sichnach Rom. Man versichert, daß er seil der Zeit alle Verbindungmit der Familie Bonaparte abgebrochen habe, und die Trennungseiner Ehe nachsuche.
Borysthenes (der heutige Dniper, s. d.) einer dagrößten Flüsse rn Europa, dessen Ursprung man zu PomponittMcla (eines Geographen, 41 nach Chr. Geb.) Zeiten noch nichtkannte. Ptolemäus (ein anderer berühmter Geograph und Astrs-nom, 140 nach Chr. Geb.) setzte ihn auf den Berg Budlna«.Nachher nannte man den Borysthenes Danapris, woraus der heu-tige Name entstanden ist.
Böse (inderSittenlehre). Der Begriff des Böse», s«wie der des Guten hat immer eine Beziehung auf empfindende inüdenkende Wettn, daS heißt mit andern Worten, auf Personen undnicht auf Sachen. Von todten Massen sagt man nicht, sie sindgut oder böse. Der Grund liegt darin, weil sie als verstand- undwillenlose Wesen sich keine Zwecke denken können. Von einmMenschen kann wohl gesagt werden, er sey gut oder böse, in s«fern er nämlich einen Willen in sich hat, nach außen hin, entwe-der zum Vortheile oder Nachtheile anderer denkender Wesen zuhandeln; allein von einer todten Masse vermag dasselbe nicht be-hauptet zu werden. Nur in Hinsicht auf gewisse Zwecke kann als»etwas gut oder böse seyn. Im allgemeinsten Verstände heißt mit-hin dasjenige böse, was die Zwecke denkender Wesen, oder d«Menschen, zerstört. Aber dieses Zerstören muß einen Willen vor-aussetzen, das beißt mit andern Worten, es muß selbst von den-kenden Wesen herrübren, sonst kann es nicht füglich böse genanukwerden. Denn, z. B. Stürme, Verwüstungen, Erdbeben könne«, 8als verstand- und willenlose Wesen, durchaus keinen Zweck hatt» lzu schaden, und und daher, an sich selbst genommen, weder gut v
noch böse. Wir zweifeln daran, ob der Begriff des Bösen riehttj °
bestimmt werde, wenn man mit einigen Schriftsteller» behauptet, (
daß das Böse ein nothwendiges Object des Verabscheuend siwDenn das Verabscheuen m-cht nicht, daß etwas böse ist, sonder»eben weil es böse ist, muß es erst verabscheut werden Die Noth-wendigkeit der Berabscheuung des Bösen ist also erst eine Fo-'gsiaber keine Ursach des Bölen. Da nun aber Zwecke wiederum Mit-tel zu anderweitigen Zwecken werden können, so wird es dadurchbegreiflich, wie man das Prädicat böse nickt allein von Ansichten,sondern auch von Zwecken sagen könne. Daher scheint es dennauch, als ob es außer dem activen Übel (d. h: demjenigen, wel-ches von einem denkenden und Willen habenden Wesen herrührt)auch noch ein passives Übel (ein solches, welches schadet, ohne»zu wollen) geben müsse. Ersteres k .nn ein mo ralisch es >'»»letzteres ein physisches Böse genannt werden. DaS'Mo'Esche Böie hemmt demnach zunächst die sittlichen Zwecke, so wie sichim Gegentheile das physische Böse zunächst den physischen Zweae»-das heißt, dem körperlichen Wohlbefinden, entgegensetzt. Das A«