Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
326
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Z26 DotS Bcttiacr

Prädicat böse beizulegen. Diese Erscheinungen bestehen in gewiß ^sen eckigen, schroffen Angewöhnungen, vermöge welcher derjenige, ^oem sie eigen film, die geringsten Handlungen Anderer nach eine»gwiff.n engbrüstigen Maßstabe m>ßt, und, da er selbst allenhal- ^njhen Anstoß gibt, auch allenrhalben Anstoß nimmt und von gar jl ^großer Besorgniß, daß andere aus dem rechten Gleise schrecke» ^Muckten, stets selbst auf ungebahnten, verfänglichen Wegen sichbetreten läßt. Man hat Beispiele, daß das beste Herz, oft ftcks! ^der geläutertste Verstand nicht immer im Stande sind, vor dengleichen Übeln Angewöhnungen zu schützen, die, wie man mil ^Recht annehmen darf, mehr Feyler des Temperaments als mHerzens sind. Nichts desto weniger erfvdern es die Pflichten t!«Umgangs, daß man solcher Vermischungen, die sowohl gleichMt>ge als freundschaftliche Verhältnisse zu stören vermögen, so vi« ^wie möglich Herr zu werden suche. Ph,

Both (Johann und Andreas), geboren zu Utrecht geg!»

^6ici, waren die Söbne eines Glasmahlers, der sie in den Anfangsgründen der Ieichenkunft unterrichtete. Die bildete» st») daran Kxin der Schule A maham Blämaert^ und gingen, noch jung , M M,einander nach Italien. Johann, durch den Anblick der Werke v»» yyElaude Lorrain angezogen, wählte diese» zum Muster; Andrea» Eszog die Portraitmahlcrel vor und folgte der Manier von Bawsou rchkiv. Aber wenn ihre natürliche Neigung sie zu entgegengesehn» du,Haltungen führte, so wußte hie Freundschaft, welche 1" beim»,ihre Pinsel zu gemeuischaitlichen Werken zu vereinigen. So mahl«Andreas Both in den Landschaften seines Bruders die Figuren, ^und beide wußte» sich mit so viel Übereinstimmung und Ei»M hüi

gegenseitig gellend zu machen, daß man nicht vermuthen konm, ^

daß ihre Gemälde von zwei verschiedenen Handen brrruyrr.a. rjxDieser Verbindung ausgezeichneter Talente gelang es glaube r - tzärain die Wage zu kalte». Man bemerkte in den Wersten Joy°.ycs eine größere Leichtigkeit, und besonders schöne ausgezetq »mG-sichter, voll Geist und Feinheit; auch lobte man dakln diene Aus'übrung, schöne tzichtcffecte und ein warmes, glünzM» unl

Colorin doch hat man ihm mit Recht einen gelblichen Fird mi>

porg-wyrsen. der sich yon der Natur entfernt, wiewohl dieser ü-?- g,,

ftr nicht immer Statt findet. Der Ruf Johannes ist du w ReIeift bestätigt worden, und sein Verdienst sowohl Als sein A' er

halt in dem Vaterlands der Künste habe» »bin den Name» B » unl

aus Italien erworben. Nur der Tod konnte »erde Bruder rr "ncn, Andreas ertrank zu Venedig im I. 1650. 3 oban>, M

lich darüber, verließ Italien, und kam nach Utrecht zurück, holer bald seinem Bruder folgte. Man schätzt die Blätter, wichJohann Both selbst nach sein n Hauptwerken geätzt hat. wr

* Böttiger (Carl August). königl. sächi. t" m

Studlendir^ctor bet der königl.chen Ritterakademre, ist 7 t l

Reichenlmch »m sächs. Voigtl---.de wo «>' d>

r ctor war. Er verdankt ftme philologische Bildung r ,

prorlk uns dem damals ganz ungestörten Privatstud>um ^ e

che:- und Römer, wo,» die treffliche Schulbibliothekbesten Hül'hmiitel darbot. In LnpM -» Heyne S-- K

feine '"ehrer una Frem.ee. Als er nach G tkmg ii su ^ ^ ^ ^

hen wdstse, verlor er durch den Brand >>l Gern uste A, S .

weftrcer Unterstützung und mußt« hie Hosmerster-Sgüs A,