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tni. Als Hofmeister eines jungen von Pfeik'tz bracht« er später«ich ein Jahr in Leipzig zu. Im I. 1784 wurde er Rector amLyceum in Gubcn, wo er rastlos an einer Ausgabe des römischenEpigrammendichters Marlial arbeitete, dabei ein Privaiinstrtutvon mehr als 20 Zöglingen, wobei zwei Unterlehrer angestellt wa-ren, unterhielt, und täglich 7 Lchrstunden hatte. Am Gymna-sium in Bautzen, wohin er an Rosts Stelle als Rector berufenwurde, blieb er nur kurze Zeit, und ging dann durch HerdersBekrittelung nach Weimar, wo er von igyr — igog Directordes kandes-Gymnasiums und Ober - Consistorialrath mit Sitz undStimme für alle Schulsachen gewesen ist. Seine meiste Zeit wid-mete er auch hier dem Unterrichte der obersten Classe des Gymna-siums, wie denn überhaupt sein LieblinaSgeschäft stets die Bil-dung solcher Jünglinge gewesen ist, die sich der Universität undPhilologie widmen wollten. In allen Theilen des nördlichenDeutschlands und selbst in Polen und Rußland leben viele seinerdankbaren Schüler, die ihm in spätern Jahren oft sehr rührendeBeweise ihres Andenkens gaben. Diese, in keinem Meusel nochMeßcaialoge verzeichnete, Thätigkeit in seinen Lehrämtern an zGymnasien pflegt er selbst weit höher anzuschlagen, als alleSchriftsteller«, in der er es eben wegen seiner arbeitsvollen Be-rustpflicht, und weil er weit lieber durch lebendige Vorträge alsdurch Schreiberei nützte, nie zu einem eigentlichen Hauptwerkebrachte. In Weimar wirkte der fast tägliche Umgang mit dettdamals dort vereinten Heroen der deutschen Literatur, mit Göthe,Herder, Wielünd und Schiller, sehr Vortheilhast zu seiner Fort-bildung, vor allen aber der vertraute Umgang mit dem dort an-fangs bei Göthe im Hause wohnenden gelehrten Künstler, Hein-rich Meyer, mit dem er später selbst mehrere archäologischeSchriften herausgab, auf seine entschiedene Vorliebe zur Archäo-logie, worin er in den Kreisen, welche die preiswürdigc vcrwit-wite Herzogin Amalie umgaben, stets neue Belehrung und Auf-munterung fand. Nicht ohne äußere Vortheile, aber zerstreuendund ableitend vom ernsten Studium war seine genaue Verbindungmit dem weimarischen Industrie-Comtoir und dessen mannigsalti-S'n litcrarischcn Unternehmungen. Bald wurde er der alleinigeRedacteur des weimarischen Journals für Luxus und Mode, daser von i?yg hjg iggz ganz allein unter Bcrtuchs Namen besorgtund fast jade», Monatsstücke eigne Aufsätze einverleibt hat. BonV 7 an wurde er auch alleiniger Redacteur des N. deutschen-Uerkurs, wozu Wieland zwar anfangs noch Beiträge lieferte,vaid aber nur noch den Namen gab. Da er nun auch noch dasJournal London und Paris in 6 Jahrgängen ganz allein be-llte und die Kupfererklärung dabei allein über sich hatte, auchu^lgemeinen Zeitung, seit ihrer Stiftung durch Pos-stss' für literarische Übersichten, Biographien der Verstorbenenium I. 180Ü alle aus seiner Feder geflossen sind), eng-, Miscellen, und ausführliche Meßbcrichte fast all« Beitragemußte dieß, verbunden mit einem ausgebreiteten Brief-sedr " der stets zuerst besorgten Berufsarbeit, seine Kralt-^„ittspltttcrn, und die Auffoderungen, die Hcyne, Herder,.' Zrbannes von Müller, und andere Freunde ott dringendihn ergebn ließen, sich mehr zu conccntriren und etwasbendcs zu unternehmen, -lieben meist ohne Erfolg. Sein