Bouillon
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Gränz« desselben gegen die Departement« der Wälder, und derLambre und Maas machte. Durch den pariser Frieden im I.
1814 kam es größtentheils an da« dem Könige der Niederlande zu-gefallene Großherzogtyum Luxemburg. Hieraus wurde in -er wre-ner Conzreßacte vom ytcn Juni 1815 im 6 ysim Art. festgesetzt,dich der König der Niederlande, als Großherzeg von Luxemburg,den Theil vom Herzogthum Bouillon, welcher nach dem panierBerlrage bei Frankreich nicht geblieben, mit voller Souv.rainctätbesitzen, das Eigenlvumsrecht des Herzogthum« Bouillon aber,nach schiedsrichterlichem Ausspruch, Einem der Bewerber, unterder Oberhoheit des Königs der Niederlande, zuerkannt werdensollle. Dieser Lusspruch erfolgte zu Leipzig den rstcn Juli 1816.
Er ist merkwürdig als das erste Beispiel von der, auch in derdeutschen Bundesacte ausdrücklich bestimmten, schiedsrichterlichenEntscheidung streitiger Fälle durch ein Austrägal Gericht, von hemkeine weitere Appellation Statt findet, und als ein Beweis, daß«an den Grundsatz der gesetzmäßigen Erbfolgeordnung, oder derLegitimität, welcher in dem I. 1815 erkämpft wurde, nur inHinsicht des Eigenthums und Besitzes, al« den Hauptentscheidungs-grund in staatsrechtlichen Fragen geltend machen will. Es er-nannten nämlich, nach Borschrist des Hosten Art. der Congreßacte,drei Monarchen drei Staatsmänner, Österreich den Baron Bin-der, Preußen den Baron von Brockhausen, und Sardinienden Grafen de Castelalfer (sardinischen Gesandten am preußischenHofe, so wie die beiden Bewerber, der Fürst Carl Alain vonRohan Monbazon, den Grafen de Fitte de Soucy, und derenglische Bier, Admiral, Philipp de la Tour d'Au-vergn« (s. den vor, Art.), den brittischen Sachwalter, Sir JodnSkwell, zu Schiedsrichtern in dieser Sache. Nachdem die genann-ten fünf Schiedsrichter, nicht in Aachen, welcher Ort im 6 ;stenArt, vorgeschlagen war, sondern in Leipzig, einer Stadt in einemhollig neutralen Lande, ihr- Verhandlungen geendigt halten, ent-schud die absolute Mehrheit von vier Stimmen gegen eine, dasErbrecht zu Gunsten des Fürsten Rohan, vermöge seines aus Ge-burt, Hausverträge und Substitution beruhenden Erbrechts, alsEnkel der Schwester des im I. 17Y2 gestorben-» Herzogs von-öouillon. Auch die von dem Minister von Brockhausen hinzuge-Wte Bedingung, daß der Prinz Rohan dem Adoptivlohne seine-Moßoheinis, dem Admiral d'Auvergne, als Pflichtiheil'die Ein-runtte des Herzogthums von sechs Jahren auszahlen sollte, wurden ^Stimmenmehrheit von drei gegen zwei verworfen. Hier-nach ist Prinz Rohan, vermöge seines Substitutionsrechts, dem ge-nuinen Rechte gemäß, in den Besitz des Herzogthums Bouillon'getreten, das demselben Gubstitutionsrechlc auch künftig unter-Zugleich soll er, nachdem öysten Art., für denoberhoheitlichen Rechte, von dem König der Nieder-werden, der ihm auch die inzwischen hezogeu«des Herzogthums ersetzen wird. Zwei Punkt-Der Rechtssache die Aufmerksamkeit der Zeitgenossen,
Waff>« " - ^ dus streitige Erbsolgerecht nicht durch bs-vie im Völker, ohne diese selbst nur zu fragen,
sondern ' österreichischen und ähnlichen Erbfolgekriegen,
svruckn den, friedlichen Wege eines schiedsrichterlichen Aus?l , weitere Appellation, bestimmt morden ist. Hoffent-