Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
333
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Bourbon

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und daS Recht erfoderten. Jene gründete Carl, Graf von Va-ter», zweiter Sohn Königs Phitipp III., diese Carls Sohn,Philipp VI- von Vaters, gelangt zur Krone, nachdem Carls IV.,der Schone, der letzte aus dem ältesten Hquptzweige des capetin-giichen Gesammtstammes, verstorben war. Dies geschah 1028.Die Branche Bvurbon stammt von Robert, Graten von Clcr--rient, durch seine Verbindung mit Beatrix, Erbin der Baroni«Bourbon, indem fern ältester Sohn Ludwig vom Könige Carl II.zum Herzog von Bourbon und Pair dcS Reichs erhoben, und mitdieser Begebenheit der Name Bourbon der er'-liche Geschlechts«»ahme wurde. Als nach dem Tode Heinrichs III. (ehemaligenKönigs von Polen) die Linie Valois erloschen war, bestieg (1593)jenes Roberts Abkömmling in der neunten Generation, der groß«Heinrich IV-, der Freund des Volks, den Thron Frankreichs.Sein Oheim Anton ward durch seine Gemahlin Johanna von Al-dret, Erbin des kleinen Königreichs Navarra, das Heinrich IV.nachmals auf immer mit Frankreich vereinte, König von Ravar-ra, dessen jüngerer'Bruder Ludwig I. der erste Prinz vonEonde ward. Aus ihrer Nachkommenschaft kamen die zwei Haupt-linien der Bourbvns, nämlich die königliche und condeische.Die königliche trennte sich wieder in zwei Br, liehen curch diebeidm Söhne Königs Ludwig III., da der ältere, Ludwig XVI.»den Hauprast fortsetzte, der mit dessen Enkeln Ludwig, (Dauphin)und Philipp V. in die ältere oder eigentlich königlich franzö-sische, und in die jüngere oder königlich spanische sich theil-te, während der Jüngere, Philipp I., das Haus OrleanSstiftete, als er von Ludwig XIV. dar Herzogthum Orleans erhal-ten halte. Jene ältere Branche war die, welche den Scepter-'Frankreichs 19 Jahre lang durch die Revolution verlor, als deiWie König aus der capetmgischen Dynastie, Ludwig X VI., aufdem Blutgerüste sein Leben aushauchte (179^), und sein Sohn,der Dauphm, der in dem neuesten Almaiiuo-auf 181t,als der z^ste Capetinger auf Frankreichs Thron angeführt wir!,im Tempelthurmgefängniß zu Paris (1795) gestorben war. N-,ö>>dem aber das Jwischenreich der Revolutionsregierung und das St 1-poleon Bonaparte's (>m Anfange des Aprils 1814) seine Endschc tterreicht hatte, und die siurückoerufung der Bourbons auf den v r-wass'len Thron durch Frankreichs Senat verkündet worden w -.r,iah >ene Branche sich mit eineminale wieder an .der Spitze ek «erlös, uus deren allgemeinem Charakter nur es sich erklärenlabt, wenn die Bewohner ihrer Hauptstadt, in anac-nomrw.,er-vollmacht des gesammten Volkes, dem wieder zurückkehrenden Kö-dem Zgsten aus dem capetingischen Stamme, den Be na-- > des „Ersehnten (ckesire) gaben, den er auch in dem neuest.»ro/si führt. - Sie, diese jetzt auf's neue in skrank-Branche hat gegenwärtig folgende Mitglieder: 1)aeb°?.n b" d w i g XVIII., Stanislaus Xaver Ludwig,und November 1755, vordem Graf von Provence

lebte *r verließ Frankreich am Lösten Junius 1791,

in 1797 , unter dem Namen Graf von Lilie theils

- zu Miet^' ^"tS in Schwaben, dann zu Blankenfeld, seit 1798dtcn'tun-"' ^it i8ox zu Warschau, von wo aus er am

Senati,-^-^ eine Protestation wider die, durch das vraam'schedvsult vom rgtcn Mai 1804 erklärte französische Kaiser