Branvenburg
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Johanns des Erlauchten regierte, und «ach dessen Tode dieMark erbte, war unter allen Markgrafen von Brandenburg dermächtigste. Sein Nachfolger, Markgraf Heinrich, starb IZ20,und mit ihm erlosch der ascanische oder anhaltische Stamm. Nunertheilte Kaiser Ludwig IV. von Bayern 1Z22 seinem ältestenSohne Ludwig die Mark Brandenburg. Dieser war sehr glück-lich, wiewohl er durch die Verfolgung des Papstes geängstigtwurde, welcher einen Betrüger, der sich für den verstorbenenMarkgrafen oder Churfürsten Waldemar ausgab, aus ollen Kräf-ten unterstützte. Er stellte sich zwar seinem Unglücke mit Stand-hastigkeit entgegen, nahm aber doch seinen Bruder, Ludwigden Khmer, zum Mitregentcn an, und überließ ihm ipätcr dieganze Regierung. Dieser nahm wieder seinen Bruder Otto zumMitregentcn an, welcher letztere nach seines Bruders Tode allei-niger Churfürst wurde, und mit Carl IV. und seinem lützelbur-gischen Hause eine Erbverbrüderung schloß, wodurch dieser da»Recht der Nachfolge in der Ehurmark erhielt, und hernach auch,da Otto selbst ein träger und verschwenderischer Regent war, An-theil an der Regierung bekam. So verkaufte Otto dem Kaiserauch die Riederlausitz, welcher diese mit Böhmen vereinigte, undendlich Otto nöthigte, die Churmark völlig abzutreten.^ Der Kai-ser belehnte nun seinen Sohn Wenzel, König von Böhmen, mitder Chur Brandenburg, und so bekam diese iZ^z Churfürsten ausdem lützelburgischen Geschlechte. Als Wenzel römischer Kaiser ge-worden war, gab Carl IV. die Churmark seinem zweiten SohneSieg mund. Unter der Regierung dieses elfjährigen Fürstengerieth die Mark in die äußerste Verwirrung. Der Adel, derihn verachtete, bekriegte sich unter einander; die angränzendenFürsten thaten ungescheuet Einfälle, und die öffentliche .Sicherheitwurde gänzlich gestört. Siegmund häufte am Ende eine so großeSchuldenlast zusammen, daß er iZW die Churmark seinem Vet-ter, dem Markgrafen. JodscuS (Jobst) von Mähren, fürdas ihm vorgeschossene Geld zum Unterpfand« überließ. UnterMM erreichte die Verwirrung im Lande den höchsten Gipfel, und^obst so wenig als seine Statthalter konnten derselben EinhaltNach seinem rgn erfolgten Tode siel die Churmark an denmomg Kjegm und, der eben damals zum Kaiser erwählt wor-ven war, zurück. Giegmund setzte nunmehr den Burggrafen von^urnberg Friedrich VI. (als Churfürsten Friedrich I.), aus demHshenzollern, der ihm wichtige Dienste geleistet und be-- Summen vorgeschossen halte, zu seinem Statthalter in^ .Churmark ein. Von diesem sfricdrich VI. stammt das jetzt^'"'ende königlich preußische Haus ab, und hat also mit dem"°^"'"gen-Österreich und dem Hause Baden einen undvon w'" sprang. Dieser Friedrich VI-, der zebnte Burggrafn,",.'tur"berg, hatte dem Kaiser nach und nach nahe an 400,000""den vorgeliehen, und erhielt dafür endlich 1415 die Mark
die Churwürde und das Erzkämmereramt.
Rene» sah unter diesem Regenten, der seinen Sitz zu
/ ruhigere und glücklichere Zeiten anbrechen. Sein" ,^"^rsch II., mit den eisernen Zähnen, trat
Mon?,« - Stammland in Franken seinen beiden Brüdern, denN-N ?°E)ann dem Goldmacher und-Albrecht, so wie sei-d.itten Bruder Friedrich dem Dicken di« Altmark und Prieg-