2Z2 Brairnschweig-Wolfenbüttel (Herzogthu»)
die Städte, Dörfer, Wege, Flüsse, Leiche und unuröaren Plätze geinnehmen, y7,aoc> braunschw. Morgen betragen. Der wolfenbüt- g
telsche und scköningschc Bezirk haben den zum Ackerbau am, meisten tz
geeigneten Boden. Der nördliche, ans Fürstenthum Luneburz d
gränzende Theil, wo Flugsand die herrschende Erdart ausmacht, iß n
der unfruchtbarste. Der ,Harz - und Weserbezirk sind weit geim- g
giger und daher zum Kornbau weniger geeignet. Nur da, wo h
sich die Thäler in weitere Flächen ausdehnen, „als z. B. an den «
Ufern der Leine und Weser, gibt es fruchtbare Äcker, unter welchen st
die A u e, das Od feld, das W eker- und Leinthal sich aus- d
zeichnen. Das Hauptgebirge des Landes ist der Harz mit seinen d,
Norbergen: der Hübe, dem Kühler und Hits. Auf ihn iin A
Range folgen: der Solling und der Vogler. Kleinere 8u al
birgSgruppen im Lande sind: der Fällst ein, die Sich te n b ergo, d,
der Elm und die Asse. Diese Gebirge sind sämmtlich mit dm B
schönsten Laub - und Nadelholz besetzt, und mache» also die vorzng- w
lichsten Waldungen des Herzogthums aus. Von dem ungeheuern n<
Waldbruchc, dem von der Ohre durchströmten, i2y,Z24 Waldmor- w
gen haltenden Drömling, kommen nur 16,776 Morgen auf den siebraunschw. Antheil. Unter den Flüssen sind die Weser, Aller, tu
Leine, Oker und Fuse die vorzüglichsten. Die meisten Flrffr be
des Landes gehöre» zu dem großen Gebiete der Weser. Nur, die ur
Ohre, Boche, Zorge und Wieda vereinigen sich entweder nn- ra
mittelbar, oder durch die Mündungen anderer Flüsse, mit du fu
Elbe. Das Land. hat vier besonders reichhaltige Salzquellen, wo- le
durch es sein eigenes Salzbcdürsnrß völlig bestreiken kann. Dos ge
Clima ist überhaupt temperirt und gesund. Am mildesten ckschcuü hi
eS in den beiden nördlichen Bezirken; weit rauher in den südlich«! ni
Bezirken und im Blankenburqischen, wo die Kälte im Winteret sei
sehr heftig, und die. Kalte im Früh- und Spatjahre strenger; aber ßc
auch die Hitze im Sommer, wenn die Sonnenstrahlen von den M- he
birgen aus die Thaler zurückprallen, weit drückender als im flache» >I>
Lande ist. Die furchtbarsten Gewitter und die heftigsten Wind- h,
stoße erfährt man in den Gebirgen, und dort fällt oft als dichter h,
Schnee herab, was tiefer im Lande in Regen übergeht. Da-,er v>
tritt auch im Llankenburgifchen die Ernte vierzehn Tage, uns Y>
auf dem Oberharze oft vier Wochen später ein, als in der Ebene. S>
In Hinsicht der Bevölkerung gehören die herzoglich braunschwmgischen Länder zu den deutschen Staaten vom dritten Range. 4 .
Jahre I 7 YY zählte man nach sichern Angaben, im ganzen Lande m !
Inbegriff des Militärs, 200,164 Menschen. Das ^
Zahlung vom Jahre 1760,gab nur 1584)8» Köpfe., So viel anteweise und väterlich milde 'Regierung binnen 40 Jahren vermo , cDie Resultate aus der wcstphalischcn Lcidcnszeik sind nvfficiel bekannt. Die große Volksmaffe in den hc-rzogl. brqun.ch ^ .
zischen Staaten gehört ihrer Abstammung nach ursprünglich z> .
Sassen, unter welchen die Ehernster, Brukterer und A". 'rier die ersten Rollen spielten. Hermann der Eher > n>,
war ein sassischer Fürst, und sein Allode lag an den ^
Weser. Hier ward auf dem Jhdlfelde (a-impus iciiLiavi» - ^ ^
Blutkampf mit jenem Drusus GcrmanicuS Lsiampit, ^
sandte, um Barus Stiedcrlage in Teutoburgs Wäldern zu ^
Die heiligsten Denkmale vaterländischen Freiheurgesuvi K,
deutschen Heldenthums findet ma» am Fuße des fin>rcc.