Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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36« .Brechung der Lichtstrahlen

kannte, und kür die Franz Saks den Preis einstrich. Man sühnaus dieser Periode zwei artige Bilder von ihm an, die fünfS nn.'Und die zwölf Monate. Er wollte sieb endliche:»!erträglichere Existenz verschaffen, und nach einem ersten fruchm-sen Veriuch gelang es lym, nach Amsterdam zu entfliehen, wettzu seinem Erstaunen hörte, daß seme Werke gerannt und geschähtWurden. Er gew-nn jetzt ansehnliche Preise für leine Arbeiten, ad«statt dadurch bewogen zu werden, sich mit Ei-cr und Regelmäßig-keil der Kunst zu widmen, machte er das Wirthshaus zu seiiuiWerkstätte, und arbeitete nickt eher, als bis die Wirthin gewalt-sam auf Bezahlung drang, Dabei aber trieb er seinen Eigens»»so weit, daß er das Gemählde, wofür er den gesodertcn Pmtnicht erhielt, ins Feuer warf, und ein neues mit mehr Sorgfaltanfing. Als er zu den Zeiten, wo der Krieg in den Riederlond««aus das lebhafteste qeiührt-wurde. sich von Amsterdam nach Ant-werpen vcgeben halte, sah man ihn in der letzter» Stadt für eine»Spion an und brachte ilm auf die Citadelle. Er erklärte, daß «ein Maler sey, berief sich auf den ebenfalls hier verhafteten Htt>zog von An mberg, und mahlte, nachdem er auf dieies Fürsten B««-w-ndung mit allem Nöthigen war versehen worden, die ihn be-wachenden Soldaten, wie sie sich in den Wachlstuben inst dmSpiele beschäftigten, mit so viel Kraft und Wahrheit, daß Ru-bens bei dem Anblick des Gemäh-dcs ausrief: „das ist BrauwkiiWerk; pur ihm können diese Geg, »stände gelingen!" Richt jvfrieoen, leine Hochachtung für Drauwer geäußert zu haben, b«-wirkre Runens seine Loslassung gegen Bürgschaft, kleidete ih»,und gab ihm Wohnung und Ä-jsch. Brauwer aber, statt für dichGrvßmuth danilar zu seyn, entwich heimlich von seinem Wohl-tualer, um in seine Unordnung zurückzufallen, welche damals nochärger als zuvor wurde. Er nahm seine Wohnung bei cmem Bä-cker. Namens CraöS-cke, der durch ihn ebenfalls zu einem geschick-ten Mahler gebildet wurde. Dieser Mann, der in seinen Neigun-gen mit Brauwer übereinstimmte, hatte eine hübsche Frau, unddie Bervzndung unter diesen drei Personen ward so innig und »er-"traur, und das dadurch gegebene Argcrniß so groß, daß sie genö-thigt wurden, die Flucht zu nehmen. Brauwer war nach Pari«geg'arwcn, fand aber keine Arbeit und kehrte nach Antwerpen zu-rück , wo ihn in der höchsten Ledrängniß eine Krankheit befiel, »»der er 1640 im Hospital starb. Rubens, der nur der Aa-lente Brauw- rs gedachte, ließ ihn' ehrenvoll in der Earmelücr-kirche beerdigen, und wurde nur durch den Tod daran gehindert,ihm noch außerdem ein Denkmal zu setzen. Brauwer benutzte seineZeit zu schleckt, und starb zu früh, um viele Gemählde geliefert j»hav. ». Allen merkt man an, welche Orte dieser Künstler besuchte,auch verstand er nicht, wie Aeniers, unedlen Gegenständen duMannichfültigkeit ,u oeben, deren sie fähig sind. Dennoch werde»sie von den k!->bh'ab,rn theuer berahlt. Es möchte in der Th«schwer seyn, in der Kr-ckt und Harmonie der Farben, im aeiM"-ch-r, Gebrauch des HalodunkelS und in der Wahrheit dcsAusdrua»mehr zuAeisten. , . ...

Brechung der Lichtstrahlen heißt die Ablenkungihrer Richtung, welche erfolgt, sobald sie aus einem durchsucht S.

Mittel in een anderes von verschiedener Dichtigkeit übergehen,

dieser Eigenschaft der Lichtstrahlen beruhen alle Erfchernung-n