Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
361
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Brechung der Lichtstrableu

K6i

hri Leh«„S durch durchsichtige Mittel, z. B. durch die verschiedene» ,

iis Gläser, durch gefärbte und ungefärbte Flüssigkeiten, durch die Luft

:»! u. s. w. In der Dioptrik werden diese Erscheinungen nach denGesetzen der Strahenbrcchung erklärt. Es kommen bei der Lehreki von der Brechung der Lichtstrahlen folgende Kunstausdrücke vor.äst Die Fläche, mit welcher zwei durchsichtige Mittel oder Materimab« an einander gränzen, und wo die Brechung geschieht, wird die

,ßiz- Brechungsfläche genannt; die gerade Linie, welche senkrecht-

iiul auf dieser Fläche, und zwar auf dem Punkte derselben steht, wo

„IN der Lichtstrahl auffält, heißt das Ein falls loth. Dm Winkel,

ßm welchen das Einfallslorh mit dem auffallenden Strahle macht, führtMit den Namen Neigungswinkel; der Winkel des gebrochenenM Strahls mit dein Einfallslotheist der gebrochene Winkel, undM der,, welchen der einfallende und gebrochene Strahl einschließen,Ant- der Brechungswinkel. Folgende merkwürdige Naturgesetze

ine« hat die Erfahrung bei der Strahlenbrechung kennen gelehrt: i. .ß tr Geht ein Lichtstrahl aus einem dünnern in ein dichteres MittelHm über, so wird er nach dem Einfallslothe zu gebrochen; der ge-

B,k> -brechen e Winkel ist kleiner als der Neigungswinkel, und

hk> das Verhältniß des Sinus des Neigungswinkels bleibt^ einer»

dm lei; 2. ein Lichtstrahl, der aus einem dichtem in ei» dünneres

,stu- Mittel übergeht, wird von dem Einfallslothe ab - oder weggebro-wkii chcn; der gebrochene Winkel wird allzeit größer als der Neigungs»

za- wrnkel; das Verhältniß des Sinus des Neigungswinkels zum Si»

bs nus des gebrochenen Winkels bleibt einerlei, und ist bei gleichen

ih», Mitteln das Umgekehrte von Vorigem; Z. in beiden Fällen bleibt

dich der gebrochene Strahl in der Breckungsedene; 4. aus diesen Ge-lost- setzen der Brechung folgt von selbst, daß Lichtstrahlen, die nicht

noch in schiefer, sondern senkrechter Richtung auf die Brechungscbene

Bo- ftllen, in unveränderter Richtung als ungebrochen fortgeben. —

schick- Schon die Alten kannten die Erscheinung der Strahlenbrechung,

Vermochten sedlätd n NttVA»

lau» die Wahrheit verfehlen. Unter den spälcr ^ ^

klärungSarten ist die newtonische die befriedlgen ^

d»e Brechung der Lichtstrahlen aus der ^aft der h nz^ Ma-wenn man lieber will, aus der Anziehung d" Aurück-

terie mit dem Lichrstoffe her, so wie er rm G-genth« °;e Mrucr^werfung der Lichtstrahlen dem Mangel drcser Eoh Zhung zuschreibt. Auch vernichte Newton, das Lre gin verschiedenen Materien festzusetzen. Er glaubt , ß ^nen Versuchen hervoraehe, daß sich d.e brechenden Kräst^ fworu ^k«r er die Kräfte versteht, mit welchen das brech-"d« M'ttel denStrahl nach der Richtung des Einfallslotbs z.edt) gan- wr.die Dichten des Körpers verhalten, außer daß durch Übermaß brennbnrrr und »lichter Theile die brechende Kraft verstärkt, durch Mangel derselben aber geschwächt werde. Altern °us den Resullatseiner eigenen Versuche, die er in einer eigenen Tabelle darg> ghat. erhellt zur Genüqe, daß jenes Verhältniß m den wmtgstenFällen Stakt findet. Es scheint, daß dies Verhältniß unbestiwmble-.ben werde, so lancie uns die Gesetze der Cohäsionsrrast « Mnicht genau dskavnt find. Meyrere gemeine Erschernungen y«"