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Dreiilopf
in der Strahlenbrechung ihren Grund, z. B. warum ein aufde»Boden ein.-ö Bechers liegender -Ring oder eine Münze, die dmAuge durch den Rand verdeckt sind, demselben bei unverändert»Richtung sichtbar werden, wenn man Wasser in den Becher gießt;warum ein Fisch im Wasser nicht an seiner wahren Stelle, st»-dern ungefähr um ein Viertel näher an der Oberfläche gesehnwird, warum Sterne schon vor ihrem wirklichen Aufgange undnoch nach ihrem wirklichen Untergänge wahrgenommen werde»v. s. w.
*Breitkopf (Johann Gottlob Jmmanncl), war am LZstenNovember i7iy in Leipzig geboren, wo sein Vater, ein thätigerund nachdenkender Mann, mit einem sehr geringen Anfang eineSchriftgießerei, Buchdruckerei und Buchhandlung angelegt und Al-les glücklich hatte gedeihen sehen. Da der Sohn eine entschiede«Abneigung gegen die Geschäft» seines Vaters -fühlte und sichi gänz-lich den Wissenschaften widmen wollte; so mußte her Vater, ob ergleich wünschte, daß dieser das große, von ihm so gut in Gansgebrachte Werk einst fortsetzen möchte, dennoch in den Wunsch sei-nes Sohnes willige» und zugeben, daß dieser-sich mit Ernst undausschließlich den Studien widmete. Auf der Akademie zu Leip-zig genoß er den Unterricht Christs, Mascvvs und Gottscheds.Nach einigen Jahren seiner akademischen Studien, in welchen»neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten die Geschäfte - seines Va-ters wider Willen und mehr als vorher mit betreiben helfen mußte,entschloß er sich plötzlich, auch noch Mathematik zu studiren, i>h«dabei zu ahnen, zu welchen Erfindungen in seiner Kunst ihn de!praktische Theil jener Wissenschaft führen würde. ES sielen ihmnämlich jetzt die Werke Akbssecht Dürers in die Hände, welcher be<kanntlich die Figuren der Buchstaben mathematisch berechnet hat,um ihnen eine schöne Form zu geben. Sogleich sah nun unserBreitkopf die Buchdruckerknnst mit andern Augen an, und machtesich die Fortbildung dieser wichtigen Kunst von jetzt an zum Haupt-geschäft seines Lebens, wodurch er denn unstreitig in Allem, watsich auf Buchdruckerei bezieht, der gelehrteste Kenner seiner Zeitwurde; er arbeitete nämlich einmal mit Glück an der Fortbildungddr Typographie, und erweiterte ihr Gebiet sogar durch neue Er-findungen, und dann war er der gencklleste" Forscher und Beschrei-be!: der Geschichte seiner Kunst. Er sing sogleich eine allgemeineReforin mit den Schriften an, und ward dadurch der Wiederher-stelle!: des guten Geschmacks in typograpbischer Schönheit sickDeutschland, indem er neue verbesserte Buchstabensigurcn zeichnete,diese dann schneiden und darauf gießen ließ. Dieß blieb stmzes'Leben hindurch seine liebste Beschäftigung. Man sagt""?nicht zu viel, wenn man behauptet, daß seine hinterlasseneein und Schriftgießerei, selbst die von der heiligen Propaga?in Rom nicht ausgenommen, die vollständigste in der ganzen assey: deckn es befinden sich darin an vierhundert Alphabete vStempeln, und eben so viele Matrizen aus .allen Sprachen, iwie sechzehn Sorten Noten und ein vollständiges SortimentVerzierungen aller Art. Indessen war es doch nicht s""°a ^hohe Preis, als vielmehr nur Eigensinn, warum er das anten DidotS nicht annahm, der ihm zuerst Abschläge von seinen ^Schriften überlassen wollte. Hierzu mochte ihn
danial« Nairaelhafro der tidotschen Schriften bestimmen.