Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
388
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388 Buchdruckerkunst

dieser Bibel befinden sich noch jetzt in den Hänberk der Duchhändla »o

K. und I. Luchtmanns in Leyden. Mit Mey ging die Kunst, unbenuz- des,

liche LDpen zu verfertigen, in Holland wieder verloren, wenigst!»« fähwurde seitdem kein Gebrauch mehr davon gemacht, weil diese AN turzu drucken zu kostspielig war. Auch soll ein Schotte, Nanieni derGed, zu Anfange des achtzehnten Jahrhunderts, die Kunst, »»» Dr

gegossenen Platten zu drucken, erfunden, auch einen Sailust »»» ten

zusammengelötheten Typen abgedruckt haben. Man sieht hieran«, -es

daß Didot im stereotypilchen oder stereographischen Drucke mehre« Ta

Vorgänger gedabt hatte. Indessen hat er diese Kunst sehr verbsi- du,

sert, so daß durch dieselbe eine weit größere Gleichförmigkeit i» «d

Ansehnng der Reinheit der Schrift und eine bedeutende WohM-heit der Exemplare erreicht wird. Sein verbessertes Verfahren iß ken

folgendes: Er nimmt bewegliche Drucklettern, die sich von da Sen

gewöhnlichen nur dadurch unterscheiden, daß sie etwas kürzer und Hai

von einer weit härteren Materie als die gewöhnlichen Lettern sind. Leb

Diese werden auf die gebräuchliche Weise gesetzt: man druckt Pr«- ie

bebogen und corrigirt, bis der ganze Satz fehlerfrei ist, Alsdann du:

wird mittelst einer Maschine, die gerade dieselbe ist, mit web her

cher man Geld münzt, jede mit diesen harten Lettern gesetzte Sei»in ein Quadrat von weichstem Blei abgedruckt. Da nun bleichwie gesagt, mit der Prägmaschine geschieht, so ist der Druck gleich-förmig und sanfb. Diese Platte von weichem Blei, in welche eineganze Seite auf einmal eingedruckt wirb, und welche sich, wennman einige Übung darin hat, gerade wie ein gedruckter Bogen ie- -stse» läßt, dient nun als solide Matrize für eine ganze Seite, Ane st"oben erwähnten Lettern von harter Materie sind also die Mri- ^rzen, welche zur Verfertigung dieser soliden Matrizenplatte dicnm,und nachdem sie diesen Dienst geleistet haben, wieder aus einund» -ngenommen, anders gesetzt, und zur Verfertigung anderer Maln- lzenplakten benutzt werden können. Hat man nun eine solche Sn- . .te, die als Matrize dient, so wird sie abgeklatscht, welches mit- ?telst eines Mouton oder einer Vorrichtung geschieht, wo in ein«eng »erschlossenen Kassen die Matrize mit Gewalt auf die zurTeeg- aconsistcnz erkaltete Masse herabgeschmettert wird und nun einest- ^lide Masse bildet, welche zum Druck dient, nachdem sie vorherauf der Rückseite abgedrechlclt worden, theils um Materie zu er- ^sparen, theils um jeder Platte gerade die Dicke zu geben, welchesie haben muß, nm zum Abdrucke zu dienen. Beim Abdrucke sM ^werden die verschiedenen soliden Platten oder Seiten auf eineniei-e ^fingene Platte geschoben, welche die Stelle der Form vertritt un» ^ ^nothwendig ist, um dem Ganzen die nöthige Consistcnz zu geben/ ^da diese sehr dünnen stereotypisckien Seiten oder Columncn d« ^Drucke schwerlich widerstehen würden. Aus allem diesen ergibt M n<mdaß Didot mit den gewöhnlichen Patrizen ganz ordentliche M-m ^

zen verfertigt, daß ihm diese dazu dienen, außer dc» gewöhnn") gre

Lettern, die er sonst in seiner ganzen Druckerei brauchen ra>m,auch noch die kurzen Lettern aus harter Materie zu gießen , »st« gebnach der gewöhnlichen Methode gesetzt und in weiches Blei I«-. tur

weise eingedrückt werden, daß endlich dieser Abdruck in we w selb

Blei, welchen man die Stereotype nennt, dazu dient, un diesLoninosition srereotvvo (die stercotypischen Columnen) - nich

fcken. Ein anderes Verfahren des Grafen Sch labern - rundes Bürgers Herhan und ihrer Gehülfen, Errand un