Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
389
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Büchercensur

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dsir »ouarb, besteht darin, daß man mit gewöhnlichen Patrizen eine,,g> besondere Art von beweglichen Matrizen verfertigt, welche unge-sinj fähr wie gewöhnliche Druckictkern aussehen, mit dem in der Rs-Lrt tur der Lache liegenden Unterschiede, daß die Buchstaben gerade undu»i vertieft in der Matrize sind, statt verkehrt und erhaben auf dervo» Druckletter zu seyn; daß man sodann diese von der linken zur rech-v»» ten Seite, wie das gedruckte Luch Seyn soll, setzt, und mit diesenuii, gesetzten Matrizen sogleich die zum Druck dienenden stereotypischenren Tafeln oder Columnen abklatscht, und sich mithin mehrere Proce-bch durcn erspart. Seitdem' hat es Herhan auch dahin gebracht, be-j» «cgliche Sätze kalt i» Kupfer zu schneiden, wovon jeder Charaktersnl- in ein viereckiges, auf der Drathmüyle gezogenes Prisma gescynit-iß ten ist. Die Maschinen, die er zur Ausführung dieser beiden Ge-il» genstände erfunden hat, sind außerordentlich sinnreich. Außerdemund haben sich noch Gattcaur zu Paris und Somuel Falka, einind> gebvrner Siebenbürger ztr Wien, der Graf Prosper von S'i n-

iw zendorf, und Bond irr, ein Gießer in Paris, um die Ersin-

a»» düng und Verbesserung der Stereotypen - Druckerei sehr verdientrll- gemacht. — Für typographische Schönheit haben Baskerville

W rn England, Didot und Crapelet in Frankreich, Bodoui

sich Italien, Jbarra in Spanien, und Göschen, Degen undsich- Tauch ni tz in Deutschland am meisten geleistet,ei« *Buchercensur. Als nach Erfindung und Verbreitung derei» Buchenickerkunst eine Literatur im eigentlichen Sinne des Wortsle- ^ entstehen anfing, und selbst durch die Leichtigkeit des Mittels,lk« Gedanken öffentlich mitzutdeilcn und im weiten Raume zu

iri- verbreiten, die denkenden Geister angereizt und aufgemuntert wur-iw, °tn, ihre Freiheit zu prüfe», und durch Mittheilung ihrer Ansich->dlt Meinungen auf dem Wege des Drucks in den Kreis eine«

tt>- unsichtbaren Publicums hervor- und mit vielen in Verbindung zuZei- sand zuerst die geistliche Macht ein Interesse, diese Frei-

nit- ßert sFreiheit der Presse oder Preßfreiheit genannt) einzuschränken,um °amit nicht Lehren und Meinungen verbreitet würden, welche demeig- angenommenen Lehr- und Regierungssystem der catholischen Kirchest- ^."^prachtn und gefährlich wären. Dies geschah vorzüglich durchher " "su r, welche schon seit 1479 vorkommt, aber erst

er- ^ unter Alexander VI. (1492 — 150z) - und sei-

lche - ^er Leo X. eine dauernde Einrichtung bekam, und dar-

lbß die Buchdrucker und Verleger die Schriften, he-

iek»s . " ue gedruckt wurden, der Brnfnn^ 4)?r-