Buchhandel 393
1516 auf sein- Kosten Bücher drucken ließ, ohne eine Buchdrucker«!zu besitzen, wie andere nürnbergische Buchhändler. In -etpzizließen sich erst um das I. I 5 t 5 Zwei BuchhändlerSteiger undBoskopf, neben den, starken Hansel treibenden, Buchdruckern'nie-der. Die Bücher wurden nach Frankfurt a. M. zur Me»e ge-bracht. Spater kam die Buchhändlermeffe zu Leipzig in Aufnah-me, die 1667 schon von iy fremden Buchhändlern besucht ward,welche eine Mittheilung der'Büchercomiyission unterschrieben. Derleipziger Meßcatalog erschien bereits im I. rücio. Die jetzigenBuchhändler theilen sich noch immer in drei Classen, Buchdrucker,welche ihren Verlag selbst auf der Messe absetzen, (deren es abergegenwärtig im deutschen Buchhandel nicht sehr viele mehr gibt,obgleich mehrere große Verlagsbuchhandlungen auch Buchdrucke-reicn besitzen,) Berlagshändler, welcke die Schriften, die ne aufihre'Kosten haben drucken lassen, gewöhnlich nur an die einen offe-nen Laden hallenden Buchhändler (sogenannte Sortiment sbänd-ler, wogegen jene Netto Händler genannt werden), Verkäufen,und Sortimentshändler, die in einem offenen Laden mit Büchernhandeln, welche sie von den Verlegern beziehen. Die letztem ha-ben in der Regel zugleich eigenen Verlag, um dessen Artikel gegenfremde durch Tauschhandel umsetzen zu können, oder (da dieser ei-gentliche Tauschhandel in neuern Zeiten fast ganz aufgehört hat,ivdem er sich nur auf ältere oder etwas verlegene Artikel gegen-wärtig erstreckt, welches man Handchangen nennt) um mit demVortheile des Sortimenthandels den des Verlaghandels zu verbin-den. Dieser Verkehr wird in Deutschland durch die Büchermeffenzu Leipzig u»gemein befördert, jedoch wird gewöhnlich nur dieLstermesse von sämmtlichen Buchhändlern Deutschlands und ei-niger angränzendcn Länder, z. B. Frankreichs, der Schweiz,Dänemarks, LieflandS, Preußens, besucht, um gegenseitig die Rech-nungen abzuschließen und neue Verbindungen anzuknüpfen. Derdeutsche Verlagshändler gibt die Artikel, welche bei ihm vom Ja-nuar des Jahres bis etwa gegen Ende Oktobers neu erscheinen,dem Sortimentshändler ä oonckition, d. h. in Eommissionsrech-mwg, so daß dieser jenem auf der nächsten leipziger Ostermeffhdas Unverkaufte zurückgeben kann, eine Einrichtung, welche dewdeutschen Bücher sehr erleichtert, aber für den B-r-"SAMer wenigermortheilhaft ist, als die Einrichtung im frauz.Buchhandel, wo der Sortimcntshändler gleich eine gewisse Anzahlvon Exemplaren eines neuen Buchs für feste Rechnung nimmt. —'F°rkwurdig und in. ihrer Art einzig ist die Einrichtung im deut«daß jede Buchhandlung des In - und Auslandes,,v-i?»/*"^der deutsche Bücher verlegt, oder damit Sortiments-d.'!. ' in Leipzig ihren Kommissionär hat, durch Herr
ausgeliefert und bezogen wird. tä. in Riga, der emLe putschen Buchhandel berechnetes Buch verlegt, hat V. uzKommissionär, au den er dir Auflage ferne-in um dasselbe als Neuigkeit an alle mit ihm
Damb,,^""? stehenden Sortimentsbuchhandlungen von Wien H--ibren Slraßburg bis Königsberg, deren jede wieder
er ibm in Leipzig hat, zu verschicken, wojlt
für Verhaltunasbcfehle über die Zahl der Exemplar«
» L. übergibt diese ReuigkeitScxemplare NU»
-p« g an die Kommissionäre der Dortimentshändler, Wki«