Buckler
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Preis jeder Buches durch eine obrigkeitliche Taxe bestimmt, diedemselben in frühern -leiten jedesmal vorgedructt wurde. B.
Bü ekler (Johann), bekannrer unter dein Nahmen Schin-de rhannes als der oberste Anführer jener berüchtigten Räuber-bande, die lange gegen Ende des vorigen Jahrhunderts an beidenUiern des Rheins ihr Unwesen trieb. Von armen aber ehrlichenAltern geboren, erhielt er eine höchst nachlässige Erziehung, so.daß er kaum seinen Rahmen schreiben konnte. Schon in frühesterJugend beging er kleine Brot- und Flelschdiebstähle. Als er her-angewachsen war, trat er i» die Dienste eines Scharfrichters, der,inedr aus Mitleid, als weil er seiner bedurfte, ihn zum Beiläu-fer annahm. Hier zeigte er viel Willfährigkeit und unermüdlichenEifer; aber schon nach einigen Monaten entwich er, nachdem exseinem Dicnstherrn einige Felle entwendet hatte. Er wurde er-tappt un.d von Rechts wegen mit 25 Stockprügeln bestraft. Ge-wiß sehr merkwürdig für den Menschcnbcobachter ist es, daß, wieEchinderhannes später gestanden hat, diese vor dem ganzen Pu».blicun, an ihm vollzogene Exeeution über das Schicksal seines künf-tigen Lebens entschied. Ohne zu wissen, was er jetzt anfange»tr;eo er sich mit einigen Vagabunden herrnwS herum undbe-chäftigre sich meistcnthefls damit, Schafe zu stehlen. Er kamzweitenmal in Untersuchung, fand aber Gelegenheit, aus dem.Gefängniß zu entspringen. Jetzt gesellte er sich zu Fink demRothbart, Anführer einer berüchtigten Diebesbande. Er wardabermals ergriffen, entkam wieder, und kehrte gerades Weges zufernen alt>n Bekannten zurück, welae sich jetzt" unter dem soge-nannten schwatzen Peter, einem höchst verwegenen Bösewicht,vereinigt hatten. Ha dieser bald darauf gefangen wurde und,wiewohl er .ntsprang, doch vom linken Rheinuler verschwand, sogewann Schinderhonnes als ein schon gewandter Dieb um so leich-ker Ansehen unter seinen Spießgesellen. S>e trieben vornehmlich.
wurden darin so dreist, ihn selbst am.n-n Zu verüben. Schindsrhannes wurde wieder aufgefan-
^bst seinem Mitgefangenen Kameraden, Johann Müller,ch,, Lämmern geführt, wo sr Gelegenheit fand, aufs neue zm-i» > schloß nunmehr, bloß Straßenraub zu treiben,'
bildete ex eine große Bande, theils aus seinen vo-g n Gefährten, theils aus Neuangewoxbenen, Bald setzten sieibr-nÄE hegend in Schrecken. Ihre Beute verpraßten sie mitBerber» und Beischläferinnen in Herbergen, wo man sieidn-n^ - kannte, theils aber aus Furcht, theils, weil man mitwar, nicht kennen wollte. SchinderhannetRlie.'n,,« k>ie polizeiliche Verfolgung bewogen, auf das rechtel^!wn, wo er sich in eine gewisse Julchen Bla-tete und sie heirathcte, Ein Lied, das er auf sie tüch-
tigen ^^°e damals auf allen Märkten und Kirchweih-n der dor-andere gespielt. Um diese Zeit nahm die Räuberei einezeit mit Man fand es sicherer und bequemer, zur Nachte
suche Gewalt in die Häuser zu brechen; die ersten Tier«
folgte.' kehr gut, so daß schnell Einbruch auf Einbruch
auöern darmsE""lich die Bande ihr Unwesen trieb., geht »nie?Luden ^aß bie insbesondere von ihm goä'-.,»st:gtcn
sich mit ,'d», , Gesandtschaften »n Schinkerbannes abschickte», um. . M abznssnden. Die jungen Bursche zechten unh spfehtes