Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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er im größten Ansehen stand, brauchte ihn zu verschiedenen Nego-ciationen, und stiftete auf feine Veranlassung das LoUexeäe?!!>ncc, legte auch unter seiner und Lascaris Anleitung dieBibliothek zu Fontainebleau an.

Bulimie, Heißhunger. Die davon befallenen Personen, wer-den von einem unersättlichen Hunger gequält; je mehr Speise sienehmen, desto mehr wollen sie essen; und wenn ihr Magen durchdie gewaltig- Masse dessen, was sie zu sich genommen, überfülltist, sieht man sie in Ohnmacht fallen, und sich des Genossenen,halbverdaut, unter heftigen Schmerzen entledigen. Gewöhnlicherscheint diese Krankheit im Gefolge anderer. Sie kommt vor wäh-rend gewisser intermittirendeu Fieber, bei mehrcrn Eingeweide-krankheiten,, besonders solchen, die durch den Bandwurm erzeugtwerden; allch ist sie sehr gewöhnlich nach hitzigen. Krankheiten,welche die Kräfte des Kranken erschöpft haben, und entsteht als-dann aus dem Bedürfniß aller Korpertheile, die Verlornen Kräftewieder zu ersetzen. In gewissen Fällen aber scheint das außeror-dentliche Verlangen von einer besondern Beschaffenheit des Ma-gens herzurühren, der mit einer großen Schnelligkeit verdaut.Dergleichen bemerkt man bei starken Frauen während ihrer Schwan-gerschaft, bei jungen Leuten, die viel Leibesoew^gung haben, bei.Personen, die gewürzhafte und erhitzende Dinge nehmen. Alsdannist die Bulimie nicht als Krankheit zu betrachten, sondern nureine erhöhte Eßlust. Als Krankheit ist sie furchtbar wegen ihrerschädlichen Folgen; diese sind Magerkeit, Brustsieber, Schwind-sucht, Obstruktionen, Wassersucht. Der Arzt muß daher bei Zei-ten durch zweckmäßige Mittel die Ursachen wegräumen, welche sieunterhalte». Besonders muß er sein Augenmerk auf die Diät desKranken richten und ihm, mit allniähliger Steigerung , nur solcheSpeisen zulassen, welche der Magen verarbeiten kann; sonst würdestakt einer radicalen Heilung, eine Diarrhöe eintreten, weicherAuszehrung und Tod folgten.

Bülow (Friedrich Wilhelm, Graf) von Denncwitz, königl,preußischer General von der Infanterie, Ritter mehrerer hohenMllitärorden u. s. w., berühmt durch seine bedeutenden Siege imletzten Befreiungskriege, wurde den löten Febr. 1755 auf dem GutesernesVaters, Falkenberg, in der'Altmark, geboren. Er trarim ihtenZuzreals Junkerin das preußische Militär, und war bis zum.Capitam?^Eirt, als er 1793 mit dem Charakter eines Majors zum Gouverneurdes Prmzcn Louis Ferdinand vonPreußen ernannt wurde, und als sol-cher den rheinischen Feldzug ehrenvoll mitmachte. Während der -Bela-AW? von Mainz war es seine Entschlossenheit, welche den be-.ersass bei Marienborn vereitelte. Beim Sturm derzaylbachcr Schanze erhielt er den Verdienstorden. 17YZ hörten seine«^rwnen beim Prinzen Louis auf, und er erhielt ein Bataillon.Kdern ^ *806 war er als Oberstlieutenant in dem belaaerterrwai-k ^Eht in mehrern Treffen mit Auszeichnung, "i.qbs

aeaen - ^"lmajor und Brigadegeneral. Als 1813 der Krieg'ch ausgebrochen, lieferte «c am Ften April das erstes-bü-^e bei Wörtern, nahm am 2ten Mai Halle, urio

bei bedrohte Berlin zum erstenmale durch den'Sieg

unter d-n, Iun.) Nach dem Waffenstillstände rettete er,

Apise des des Kronprinzen von Schweden, an der

» «ritten Armeekorps, Berlin zum zweitenmale, durch dir