Chaveau Lagarde Chemie Sor
des bis zur Residenz Eusa führte, beinahe 450 deutsche Meile»lang und überall mit königlichen Ruhehäusern und den schönstenHerbergen versehen war; die Überreste von den römischen Straßen,die man in ungeheurer Menge und Größe, oft iroo Meilen lang,^ durch das ganze Reich anlegte, die gerade Richtung, die man ih-nen gab, und deßwegen wohl Berge abtrug, Felsen und Gebirgedurchbrach, ihre Erhöhung, in der sie oft über Sümpfe und kleinei ^ Thäler weggingen, die ungemeine Festigkeit und Genauigkeit, die^-z, man bei solchen Bauen zu erreichen suchte, übertreffen alle Erwar-»iiü- tung. Allein in der Folge vernachlässigte man eine so nützliche Ln-stalt gänzlich, und in den neuern Zeilen scheinen die niederländi-hE Mn Heerstraßen die ersten gewesen zu seyn, welche man in Chaus-fern verwandelt hat Diesen folgten darauf die Chausseen in-ndei Frankreich, England, Spanien und seit 175z zuerst in Deutsch-' land, und zwar in Schwaben zwischen Ottingen und Nörhlingen.
^ D.ie besten Chausseen, in Europa haben Spanien, Frankreich, Eng-
z land und Österreich, in Deurschland- aber Bayern. Die vorzüglrch-^ sie und nachahrpungswerthcste Berfaffung der Chausseen findet manrin England, wo nicht nur zuerst die StraßengewichtSmeffer fürf,h, die Wagen der Fuhrleute an den Chauffeegeldeinnahmen eingeführt^ worden sind, sondern auch die für die Unterhaltung und Dauer-est hattigkeil überaus wichtige Anordnung gemacht worden ist, daß inM der Mitte die Reiter ihren Weg nehmen und jeder Wagen rechter
hetz H-»d fahren müssen. Hierdurch werden die vielen Fahrgleise und
-nim ^s unerträgliche ewige Ausweichen der Wagen vermieden, denen" l°doch freigelassen ist, den zu langsam fahrenden Vorwagen durch,nt-, schnelle Ausbrechung auf die Mitte der Chaussee vorzufahren. Ver»Pöge des Straßenregiils hat der Landesherr das Recht, a) zur An-i u«t hgung her Chausseen in möglichst gerader Richtung durch jedes>eh«> Grundstück, und die Pflicht, dieselben in gutem Zustande zu erhalten;sz ze °) iur Bestreitung der Kosten Chauffsegeld zu fodern; 0) Chaus-ihei, shsardnungen bekannt zu machen; ck) die Weite des Wagengleiseshe», ^bsi der Breite der Radefelgen zu bestimmen und die Sperrkettenkiniß W verbieten; und e) dqs Gewicht vorzuschreiben, was auf Lastwa-t nach 1, 2, z, 4 bis ü Pferden geladen werden darf. X-
> Ai Chaveau Lagarde, einer der berühmtesten gerichtlichen Rsd-
Äidl Frankreichs während der Revolution, der den Muth behielt,irhö' gefahrvollsten Umständen, auch die von dem furchtbaren
abei Revvlutionstribunal im Woraus zum Tode bestimmten Schlacht-ruf- h^lor dennoch mit Gefahr des eigenen Lebens auf das muthvollsteZsii ühd mit seltener Beredsamkeit zu vertheidigen. Chaveau Lagardechafl Deseze, dem beredten und kühnen Vertheidiger Lud-
klek- ^»gs XVl. vor den Schranken des Nationvlconvents, und mita <>> Ducoudray, der mit ihm gemeinschaftlich die gerichtliche
,b!»> Vertheidigung Marien AntoinettcnS führte, in der Geschichtezech unsterblich bleiben, und als ein Muster dastehn, wo es die Aufgabe
stick L"t, unser allen Umständen mit Muth der Pflicht und der Ehre
este» folgen. Unter die berühmtesten seiner unglücklichen Clienten,B vie er zu vertheidigen hatte, zählen wir außer der Königin, Charlotte»er- ^°ooay, Mkranda und Brisset. Nach der Restauration dertust ° 2 oho n s wurde ermit ihm gebührender Ehre von ihnen behandelt.M . , *Ehl>mic. Mit diesem Namen, dessen Etymologie zweifei-Yt, bezeichnen wir die Wissenschaft, welche die Natur der-a»> Körper, oder vielmehr die Wirkung kennen lehrt, welche ihre we-