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mußt« aber dieselben nach einiget, Jahren verlassen, da ihm di»Rache, die er für eine von einem römischen Edelmanns ihm an-gethane Beleidigung genommen hatte, nicht erlaubte, langer rnRom zu bleiben. Er ging in fein Vaterland zurück; aber einähnlicher Borfall nöthigte ih«, sich auch von hier auf mehrereMonate zu exiliren, bis die Ausgleichung der Sache ihm verstat-tete, zurückzukehren. In einem Alter von fast fünfzig Jahren»erheirathete er sich. Sein in Röm gerichtlich eingezogenes Ver-mögen ward ihm zurückgegeben; andere Verluste aber konnte ernicht ersetzen, so daß er sich nur in mittelmäßigen, jedoch uiiab--ängigen GiScksumständcn befand. Geistig und körperlich gesunderreichte er ein hohes Alter. Sein poetisches Genie hatte sich erstspät entwickelt. Nach seiner Entfernung von Rom hatt« er inseinem Baterlande angefangen, die Dichter mit Aufmerksamkeit zulesen. Die Griechen- und unter diesen Pindar, zogen ihn ammeisten an. Aus der Bewunderung für letzter» entsprang dieBegierde, ihn nachzuahmen. Diesem Muster gemäß schuf er sicheine eigene Gattung und Schreibart, welche ihn von allen andernitalienischen Lyrikern unterscheiden. ES gelang ihm nicht minder,die geistreiche Naivetät und die Anmuth Anakreon« nachzuahmen;fiMe Canzonetten haben eben so viel Leichtigkeit und Eleganz alsfein« großen Canzvnen Erhabenheit. Sein Ruf verbreitete sich balddurch ganz Italien; er besuchte die Hauptstädte desselben- aber erverweilte nur in Florenz und Genua. Die Großherzoge von ToS-«cka» Ferdinand I. und CosmuS H., der Herzog von Savoyen,Carl Emanuel» Vincent von Gonzaga, Herzog von Mantua, dergenuesische Senat, und Papst Urbar, VIII. überhäuften ihn beiverschiedenen Gelegenheiten mit Geschenke«, Auszeichnungen undEhrenzeichen. Er starb zu Savona im I. 1637-, Nie hat einDichter mehr und in verschiedenern Gattungen geschrieben. Dochsind seine lyrischen Gedichte die wahre Basis seines Ruhms. Siehaben >hm den Beinamen des italienischen Pinbars mit Recht er-warben. Außerdem ist er der Verfasser mehrerer epischen - drama-tisthei», bukolischen und andern Gedichte.
' Chiari (Pietro)» ein berühmter komisches Dichter und Ro-mancier Italiens, geboren zu Brescia gegen den Anfang des acht-zehnten Jahrhunderts. Er trat nach Beendigung feiner StudienA den Jesuiten ein, blieb aber nicht lange daselbst- sondern wardWeitzelstiicher und lebte als solcher frei von Geschäften, einzig denWissenschaften und wissenschaftlichen Arbeiten. Unter dem Titel«des HvfpdeteN des Herzogs von Modena ließ, er sich in Be-«edrg nieder, wo er innerhalb zehn oder zwölf Jahren mehr alssechzig Eomödien aufs Theater brachte. Chiari und GvldvNi wa»^»Nebenbuhler. Wenk man den Vorreden des Erster» glauben« - > s» fanden seine Stücke mit den Stücken Goldsni'S gleichenBeifall. Die verstsicirten Stücke nehmen zehn Bände» die iiiabgefaßten vier Bände ein. Chiari-fehlt« eL nicht aü Er»
- »och an kunstreicher Behandlung eines Stoffes, aber sein«st ohne Kraft- ohne Lebendigkeit, ohne komischen Auf«sein Dialog ohne Eigenthümlichkeit und Wahrheit» und'Da Augenblick in Affectation oder Mattigkeit. Er woll?«d"» ^ a Tragödie erheben, und schrieb deren vier. Sie stur«ungünstig aufgenommen, daß tr ferner davon oS«vaao. Schon sehr bejahrt ging »r wieder nach Brfftl«, »» er 1»