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Jndigenat, und ward nach dein Tode seines Bruders, HerzogtErnst Friedrich, Senior des sächsksch-ernestinischen Hause-, untals solcher Genußinbaber des Senioratamts Oldisleben.
Cochin (Charles-Ricolas), berühmter Kupferstecher, 1688 inPans geboren, übte die Mahlerei bis in sein 22stcs Jahr undgewann dadurch bedeutende Vortheile für die Kupferstichkunst, derer sich nun und mit vieler Auszeichnung widmete. Er ward 17z«Mitglied der pariser Akademie und starb 1754. In seinen Blät-tern, vorzüglich in den Figuren mittelmäßiger Größe, herrschenGeist, Kühnheit, Genauigkeit und Harmonie zugleich. — SeinSohn Charles Nicolas Cochin hat ihn noch übertroffen. Erwurde 1715 in Paris geboren, studirte unter Joh. Restout, milchteeine Reise nach Italien, ward Mitglied und dann Secrctär-Hi-storiograph der pariser Akademie, königlicher Cabinotszeicbnungen-bewahrer, Hofzeichner und Kupferstecher und Ritter des St. Mi-chel» Ordens, und starb 1700. Sein lebhafter Geist trieb ihnmehr zum Atzen als zum Stechen. Auch sind seine geätzten Blät-ter die vorzüglichsten. Sein ganzes Werk ist eins^der beträcht-lichsten. Es enthält über rzoo Stücke, worunter 112 Medaillon-bildnisse der berühmtesten französischen Gelehrten und Künstler sei-ner Zeit, die fast alle seine Freunde waren, da er, außer seinerKunst, auch in den Wissenschaften wohl bewandert, als Schrift-steller einen rühmlichen Platz behauptet. Man hat, außer stimAufsätzen in den Memoiren der Akademie, noch mehrere gedruckt«Werke von ihm, welche interessante Aufschlüsse über verschieden«Gegenstände der Kunst enthalten. Seine Titelkupfcr, Anfangsund Schlußvignettcn sind, ihres saubern, gefälligen Geschmacks we-gen, sehr geschätzt. Vorzüglichen Werth haben seine Prospekte vonfranzösischen Seehäfen. Seine Composition ist im Allgemeine»reich, zart und anmuthig.
Eochinchina (Kodschin - Dschina), d.- h. Westchina, liegt ost-wärts von Camboja in Hinter-Indien und ist ein schmales Kü-stenland, das sich vorn Uten bis i7tcn Grade nördlicher Breiteerstreckt. Auf der Westseite hat es beträchtliche und goldhaltigeGebirge. Bon allen Ländern Indiens bringt es den schönsten Zu-cker hervor. Die Einwohner sind von Farbe dunkler als die Chi-nesen, übrigens aber an Bildung und Klcidertracht ihnen ziemlichähnlich. Die Regierung ist völlig despotisch. In den ältesten Zei-ten war das Land den Chinesen Unterthan. Auch unterwarfen esdieselben nach einet Empörung um das Jahr Christi 50 aufs neueund behaupteten cZ bis 2 üz, da sich Kälten, ein Landesbewohner,ihrer Obergewalt entzog und die Krone an sich riß. Sein EnkelFany nahm einen Sklaven Uen, unter dem Namen Fan-ven zu«Sohne an, welcher sich des Throns bemächtigte, und die DynaMFan stiftete. Er rückte mit einem Heere in Tunkin ein, und er-oberte seine Vaterstadt Kuang-nan (Z47). Seine Nachkommen,welche an China Zins bezahlten, behaupteten sich bis 6gz, da semkFamilie erlosch. Bon den folgendek 'Regenten wandte der i«?vherrschende seine Waffen gegen Camboja, dessen König sich ifNwegen dieses Einfalls rächte, ihn vom Throne stürzte, stf"Staaten plünderte, und einen Großen aus Camboja anStelle setzte. Diese ThronvcrLndcrung aber war von keiner Da»« -Der Regent von 128» erbot sich, dem Cublai, als er daS aMIscke Reich erobert hatte, zu huldigen und Tribut zu zahle»-