Colonialwaaren
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aufhören müssen, da sich mit einer verarmten Nation nicht wohlein vortheilkiafter Wertehr betreiben laßt, — ganz dos Gegenstückder letzten Jahre, wo trotz der Bemühungen Frankreichs, den Seintinent mit Gewalt zu bereichern, derselbe täglich ärmer ward.Untersuchen wir aber genauer, ob es wirklich gegründet sey,^ wasFrankreich behauptete und was in Deutschland oft gedaurenlosnachgesprochen wurde, daß der große Verbrauch von Colonialwaa-nn den Continent nothwendig arm machen müsse; so ist eö leicht,das Gegentheil davon zu beweisen, was auch durch die Erfahrungvollkommen bestätig! wird. Die so allgemein verbreitete Eousum-tion von Colonialwaaren, indem sie ein neues Bedürfniß allerLolksclaffen schuf, nöthigte eben dadurch zu neuer Industrie undneuer Thätigkeit, um dieses Bedürfniß zu befriedigen, vermehrtedadurch das Product der Arbeit und damit zugleich den Wohlstandder Nation. Je weniger Bedürfnisse ein Volk hat, desto träger istes; das industriöseste und cultivirteste Volk wird zugleich dassciügeseyn, welches die mebreflcn Bedürfnisse hat. Aber, wendet manein, das Ee.d oder die Products der Arbeit, gehen jetzt als Tausch-mittel gegen Colonialwaaren aus dem Lande und würden sonst indemselben geblieben seyn! Allerdings; allein theils würde das Geldund das Product der Arbeit nicht erworben worden seyn, wärenicht bis Aussiebt vorbanden gewesen, sich damit einen neuen Ge-nuß zu verschaffen, theils ist ja auch, der Zweck aller Industrie undThätigkeit, nicht Geld anzuhäufen, sondern die Summe der Genüssezu vermehren. Wird dieser Zweck erreicht, so Laben Industrie uudFleiß und das Product beider dasjenige gewirkt, was sie wirke»sollten. Auf die kleine Zahl verschwenderischer Müßiggänger, dieohne zu arbeiten, ihr Capital verzehren, um ihre Genüsse zu be-friedigen, kann natürlich gar keine Rücksicht genommen werden.—Man erkannte jedoch bald, daß in dem gegenwärtigen Zustandeder Cultur von Europa, alle Colonialwaaren gänzlich auszuschlie-ßen, nicht gut möglich sey, und so suchte man durch Surrogatealler Art zu helfen; ein tragikomisches Capitel in dcr Geschichteunserer Industrie. Die ungeheuern Zölle, mit denen man zugleich^ Einfuhr der Colonialwaaren allenthalben belegte, so weit fran-zösischer Despotismus reichte, das heißt, in gewissen unvergeßlichenJahren beinahe über den gesammten europäischen Continent, trugendagegen wesentlich dazu bei, die Völker desselben immer ärmer zumachen; denn diese Zölle mußten bezahlt werden, ohne daß dafür»send eine werthvolle Sache eingetauscht werden konnte, und brach-idglejch einen höchst verderblichen Contrebandhandcl hervor.Ltas berüchtigte französische Decret von Berlin vom 2tsten Novem-^ ^oä, »och mehr aber der nicht weniger übel berühmte Tarifplanen vom zten August I8io, den I2ten September deffel-^ erweitert, enthielten Verfügungen, die zum GluckeCon,,- und allgemein genug bestanden, um alle Völker desgn.s zu einem großen' Haufen roher Bettler zu wachen. —?^"i°lwaaren selbst betrifft, so liefert Ostindien vor-und Spezereien und Thee aus China, Westindienunk , §uckcr und Baumwolle, Südamerika edle Metalle
Norbam^pb' Färbe- und Möbeln - Hölzern und Arzneimittel,kick 5 " Erzeugnisse des Landbaus. Eben dadurch bestimmteväikck-? ^ Eharakter des Colonialhandels der einzelnen euro-!ry u.olonralsigat-n, «he poch in den letzter» Zeiten England