Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
570
JPEG-Download
 

5-o

Commen

unsanft um den .Kopf geschlagen; dadurch sey Comines der Epen ße«des burgundiiehc» Hofes geworden, und Hase sich bewogen gefühlt, gündie erste günstige Gelegenheit zu ergreifen, um ihn zu verlast«!.- undWie dem auch sey, Coiriincs wurde von seinem neuen Herrn M meiKammerherrn und Senechal von PoituerL ernannt und crward dij Schböchste Vertrauen desselben durch die Dienste, die er ihm im Kürz! Rarund bei verschiedenen Unterhandlungen leistete. Gleich, verdick wrmachte er sich um seinen Nachfolger, Carl VIII., den er bei in riaiEroberung von Neapel begleitete. Aber er blieb nicht immer >» ab«Gunst. Man beschuldigte ihn, unter diesem Könige die Parüi xndes Herzogs von Orleans, nachmaligen Ludwigs XII-, begünstigt, x>-

und diesem die Geheimnis« des Hofes verrarhen zu haben; wie« ren

früher, sagte man, die Geheimnisse des Herzogs von Burgund C«

dem Könige von Frankreich verrarhen hatte. Er wurde arretirt, den

nach Loches gebracht und in einen eisernen Käsig. gesperrt. Nach dur

einer Gefangenschaft von zwei Jahren, sowohl zu Loches alt I» selb

Paris, wurde er losgesprochen von allen Verbrechen, deren ma« ein

ihn beschuldigle. Unbegreiflich ist es, daß der Herzog von Hr- we>

leans, für dens er diese Mißhandlung ertragen, nicht nur nicht! die

that, um ihm seine lange Gefangenschaft zu erleichtern, sondm Ta

auch, als er die Krone erlangt hatte, nicht an ihn dachte. §«- wo

uunes starb rgny auf dem Schlosse Lrgenton in Porto», in «in» rm

Alter von 6: Jahre». Die Natur hatte ihn mit glänzenden 6m seil

stesgaben ausgestattet. Als einen Beweis seines starken Gedacht- nie

nisses führt man an, daß er oft vier Schreibern zugleich Briefe >r lei-

den verwittertsten Staatsangelegenheiten dictirtc. Er sprach vr Mschiedene Sprachen. S-ine Meirioire? ziour 1'Iristoir'e c!« I.osi- wl

XI. et üe Lliarles VIII. ssejinis 1464 Hiagu'en 1498- sind «»t U)i

der.interessantesten Merke für bis Geschichte Frankreichs in jem» g«Zeitraume, und haben ihm den Beinamen des französischen Tau- «eitus erworben. Nur muß man sein Werk nicht als «ine eigentlich! t.eGeschichte, sondern als Denkwürdigkeiten betrachten, die einem kick- 1?<tigen Ge'chichtschreibcr den Stoss liefern sollen. Ein günstiges u- Eetheil für seine sVIeinvüez ist wohl der Umstand, daß der bekannt! ^e

Geschichtschreiber Joh. Sleidan sie ins Lateinische übersetz!« b wt

risii!., z.545. . „

Cvmiti en hießen bei den Römern im allgemeinen die U»ir^ c»!Versammlungen, in welchen durch die Stimmenmehrheit die Ang'- zlegenheiren des Staats entschieden wurden. Schön unter denke. gnigen fanden sie Statt; zur .Zeit der Republik wurden sie voden Consuln veranstaltet. War kein Consul da, so konnten I nauch vom Jntcrrex, vom Prätor, vom Dictator, vom Wol»!

selten und rn außerordenrilllicn Kauen, vom 'poiiiiir,.berufen.werden. Die Hauptgegenstände, über welche in den S->-yiitren entschieden wurde, wären die Besetzung der höchsten obrig-keitliche» Achter, die Annahme und Verwerfung neuer Gesetze oder>;« Lushetung^schon bestehender, Krieg und Frieden, und die M

' ' ' Zur Wahl der hohen o'-rigkerM-

^ t— <w.,^feldk

4 ri..tung her St -atSperbrechen. Zur Wahl der hohen oorigik»--H-p Personen waren die Eomitien oewöhnlich auf dem Marssetdcversammelt; wurden sie aus den andern anaesührten Ursachen gc-N»lsen, g'schgb es hold auf dem Forum, ^akd auf dem Zahltet,Vorzüglich a'-er- in dem eigentlichen sogenannten Comitipm- Nue^!t gesvissen Tage» durfte» Toinitsen gehalten werden; dickt k" '