Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
613
JPEG-Download
 

Cyrlllus 6rz

!i > find außer seiner Tochter Arete die berühmtesten: Antipater, An-mcaris, TheodoruS, HcgcfiuS, EuphameruS, Bion, Borystheni-teS und Andre.

leir Syrillu«. Die Kirchengerichte nennt drei Heilige diese«Namens. — Der heilige CyrilluS von Jerusalem, gebo-idc ren daselbst gegen das I. zig, wurde 334 zlrm Diaconus ordinirt

tx und das Jahr darauf Priester. Nach des heiligen MaximuS Tod»

d,< im I. Z50 wurde er Patriarch von Jerusalem. Als ein eifriger

M, Katholik gerieth er in heftigen Streit mit dem arianischen Bi-lde sehest von Cäsarea, AcaciuS, welcher ihn anklagte, einige köstlichev- Kirchenstoffe verkauft zu haben, was CyrilluS allerdings gethan

l«t hatte, aber zu dem löblichen Zwecke, die Armen während einer

!«>> HungerSnoth zu unterstützen. Ein zu Cäsarea von Acatius vcr-f« sammeltes Concilium setzte Cyrillus-357 ab; aber die Kirchenver«

in sammlung von Scleucia im I. Zzy stellte ihn wieder her und ver-

r trieb seinen Verfolger. Acacius Ränken gelang es, ihn im fol-

i« «enden Jahre abermals seiner Würde zu berauben, und nachdem

«er Kaiser Constantius ihn bei seinem Regierungsantritte zurück-l« berufen hatte, verlor er sie zum dritten Male durch den Kaisertx Malens, nach dessen Tode er erst nach Jerusalem zurückkehrte.

>« Das Concilium von Constantinopel im I. 331 bestätigte seine Or-

B dinativn und Wahl. Er starb 386. Wir haben von ihm drei

da und zwanzig Catechesen in einem einfachen und deutlichen Style,

da die als der älteste und beste Abriß der christlichen Religion ange-ln» sehen werden. (Paris 1720, Fol.) — Der heilige CyrilluS

df von Alerandrieu wurde bei seinem Oheime TheophiluS, Pa»

B triarchen von Alexandrien, erzogen, verlebte sodann fünf Jahre in

i« den Klöstern von Nitria, wo der Abt Serapion ihn unterrichtete,

sA kehrte darauf nach Alexandrien zurück, wo er öffentlich auftrat

i»c und durch die Anmuth seiner Gestalt und seines Vertrags sich so

M viel Anhänger erwarb, daß ihm nach seines Oheims Tode 412

i»i die Patriarchenwürde zu Theil ward. Voll Eifers und Herrsch-

d» sucht begnügte er sich nicht mit dem geistlichen Ansehen, sondern

D übte auch die weltliche Gewalt aus. Um die Judcn, durch welche

an rn einem Volk-aufruhre Christenblut geflossen war, zu bestrafen,

überfiel er sie an der Spitze eines fanatischen Pöbels, zerstörte ihre^ Häuser und ihren Hausrath und trieb sie aus der Stadt. Ver-tu Lebens beklagte sich der Präfect von Ägypten über eine so gcsetz«

? «Gewaltthätigkeit, die am wenigsten einem Bischöfe anstand.

> » - darauf wurde dieser Präfect selbst auf der Straße von fünf-

t» hundert wüthenden Mönchen angefallen, die ihn zu steinigen droh-

,!» ren. Einer dieser Mönche» Namens AmmoniuS, hatte den Pra-

, 5 "*" verwundet, und wurde dafür zu Tode gegeißelt. CyrilluS", -"E °en Leichnam in feierlicher Prozession in den Dom bringen,

in sav ihm den Namen Lhaumasius und pries ihn als einen Mär-

. Heiligen. Die Ermordung der Hypathia, der gelehrten^.^des Mathematikers Lheon, welche durch den Beifall, denE^icht ^ in der Geometrie und Philosophie fand, des Cy-" d.»! «..^.dsuckit erregt hatte, wurde durch ihn angestiftet. Huf

,» "<n^cn Concilium im I. ge,z hatte er mit seinem Ohei-^ ^"^^dilung des heiligen Johannes Chrysostvmus hinge-

erst >»e>ch einem hartnäckigen Widerstände unterwarf ern. ö"ses Prälaten dem Decrete der katholischen Äir-

^ heftiger waren seine Streitigkeiten mit Johannes Nach-