6zs Dänen
ifii4 zu rechtfertigen. Die von Dänemark im October l8iZ gog«»die wider Frankreich verbündeten'nordischen Mächte gemachte Kriegs-erklärung hatte, da die erwartete Unterstützung von Seiten derFranzosen nicht geleistet wurde, zur Folge, daß Holstein undSchleswig von einem Armeecorps der Alliirten unter dem Kron-prinzen von Schweden besetzt, Gläckstadt und andere 'Festungenschnell erobert, und die dänischen Truppen ganz von idem s-stenLande verdrängt wurden. Ein im November zu Rendsburg ge-schlossener und nachher verlängerter Waffenstillstand wurde duckneue Feindseligkeiten in den ersten Tagen des Januars 1LU4 unter-brochen. Doch bald trug Dänemark auf einenl Frieden an, derder mit England und Schweden am igle» Januar zu Kiel ge-schloffen wurde. Dänemark machte sich darin verbindlich, derAllianz wider Frankreich beizutrcten, und ein ITruppencorpSvon ro,ooo Mann, für welches England Eubsidien bewilligte, zvralliirt-a Armee zu stellen, an England trat es die Insel Helgoland ob,,«rhieltabec dagegen seine westindischen Besitzungen wieder; an Schirr- -den überließ es Norwegen, und sollte dafür durch Schwedisch - Pore- -mern und Rügen entschädigt werden. Mit Rußland wurde dirFriede im F--br. 1814 geschloffen. Durch den mit Preußen am »kenJuni 1315 zu Wien geschlossenen Cessions - Tractat entsagte Däne-mark dem Rechte, welches es durch den Kieler Frieden auf Schwe-disch - Pommern und Rügen erlangt hatte, und trat es an Preu-ßen ab-, welches ihm dagegen das von Hannover cedirte Herzog- >thum Laucnburg, mit Ausnahme des Amtes Neuhaus von Z2 Dör- jfern, überließ, und zur Schadloshaltung zwei Millionen Thaler io sVier Terminen, und 600,000 Thaler für Rechnung der KroneSchweden, zu zahlen sich anheischig machte. Die wirkliche Über-gabe des Herzpgthums Lauenburg (mit einer Volksmenge von92,000 Einwohner») an Dänemark erfolgte erst am 27sten Juli1816. Schon früher (am 8ten Juni 1815) war der König vonDänemark dem deutschen Bunde, wegen des Herzogthums Hol-stein , beigetreten. Holstein war seit dem Jahre 1306 ganz vonDeutschland getrennt, mit Dänemark vereinigt und seine ständisch« >Werfaffung aufgehoben worden. Durch den Beitritt des KciiigSzum deutschen Bunde wurde Holstein wieder zu Deutschland gru>- >gen, erhielt, nebst Lauenburg, «ine Stimme auf dem Bundestag«,und seine ehemalige ständische Verfassung sollte wieder eingeführtwerden. Die Verhandlungen wegen dieser Verfassung dauerten imNovember 1816 noch fort. Dänemaek hat die bisherige Ruhe br-nutzt, um seine Finanzen zu verbessern, und der Handel zur 8",besonders nach China und Westindien, hat neues Leben erhalten.
Dänen. Diese alte nordische Völkerschaft hat ihren Name»weder vow Tanai«, noch von einem alten Könige Dan, wovonman ihn sonst abgeleitet hatte, sondern wahrscheinlich von derEbene, welche sie bewohnten, oder der Dina, Eider. Der Urstammder Etznwohncr in Dänemark bestand aus Deutschen, die, wie Ei-nige sagen, bei ihren Streiszügen, welche sie nach England unter'nahmen, Dänen genannt wurden; da man sie in andern Länder»unter dem Namen der Rormänner kannte. Sie waren früher »n»vor Annahme der christlichen Religion nur räuberische Sees»»«»,beunruhigten die Gewässer, und besetzten die englischen Kuimr-Ihre erste förmliche Landung in England fällt ins I. 8Z2- Toan breiteten s-e sich immer mehrt in England aus.