636 Dänische Sprache
(auch für die Gymnastik bestehen hier nachahmungSwerthe Insti-tute, z. B. für Schwimmkunst), Schulen, Universitäten und a>>-lehrie Gesellschaften, sehr viel für die literarische Cultur in Dä-nemark geschehen. In der Kanzelkersdsamkeit zeigen sich bedeu-tende Fortschritte. Hier sind Balle, Treschow, Hjort, Holm,Plum, H. G. Clausen und Cl. Pavels zu nennen. Rechmehr wird in den StaatSwiffenschaften, AriegSwissenschaften, i»der Schifffahrtskunde und in der Heilkunde gethan, und die For-schung de« vaterländischen Alterthums verdankt den noch lebenderGelehrten Äiborg, N. F. P. Grundtvig, Gaudtvig, Lhorkelinund Nyerup viel. (Man vergl. die von Zeit zu Zeit in den Leip-ziger Literaturzeitungen erschienenen Nachrichten aus Dänemark).Die bildende Kunst kann aus der neuesten Zeit, wo sie überall ge-sunken ist, doch einige sehr bedeutende dänische Künstler nennen,z. B. einen Wiedevcld, Thorwaldson, den Historienmahler Honeu. A. Noch glänzender ist die Poesie von den Dänen ausgestel-let worden. Die neue dänische Poesie, welche von Volksliedern,deren die Dänen sehr viele haben, und geistlichen Gesängen aus-ging (Pet.Logland bearbeitete dänische Sprichwörter rhythmisch;und Jac. Lhomaus veranstaltete die vollständige Sammlung süß-licher Lieder), fängt mit Lnor. Chr. Lrreboe (st. 1637) an. SeinHexaemeron ist äußerst schwerfällig. Andr. Bording (st. 1677)hatte sich nach Opitz gebildet. Er und seine Nachfolger JmSSteno Schestedr (st. i6y8), Paul Pettersen, der patriotischeVolkssänger Wilh. Helt (um 170z), Nie. Kingo, der die Tha-ten der dänischen Könige in einem heroischen Gedichte besang, undGeorg Lorterap (st. 1722) ermangelten jedoch der poetischen Selbst-ständigkeit. Erst gegen die Mitte des igten Jahrhunderts bracheine bessere Zeit mit dem für sein Vaterland enthusiastischen Lud».Holberg (s. d. Art.), eigentlich einem Norweger, an. Beson-ders verdient er hier als origenst'ller komischer und satirischerDichter der Erwähnung. Seine Qrigsnalsatire Peter Paarsund Riels Klim (bercolsi kilirnini irer subreriLneum), undseine Lustspiele, in welchen er oft deutsche und französi-sche Stoffe mit einem großen Reichthum von Witz und Laune geist-voll bearbeitete, zeichneten die dänische Literatur sehr aus und be-gründete» eine komische Bühne der Dänen. Holberg't Lustspielewerden, ob sie gleich schon über hundert Jahre alt sind, noch im-mer häufig in Dänemark gelesen, und jedesmal mit Beifall auf derBühne in Copenhagen aufgeführt. D>e 1758 gestiftete Gesellschaft jur ,Beförderung der schönen Wissenschaften und des Geschmacks brachte jdie Arbeiten talentvoller Männer, unter denen sich der originelleund gefühlvolle Ch. B. Tullin (st. 1765) am vortheilhaftesten aus-zeichnet, in Umlauf. Nun begann in der zweiten Hälfte d?S t8ke»Jahrhunderts ein regsame« literarncheß Streben, und viele ach-rungswerthe Dichter versuchten sich glücklich in den verschiedenste» sFächern, worunter viele Norweger. Doch findet mau bis auf die ineuesten Zeiten unter ihnen überall Spuren der Nachahmung 0»°j ^ländischcr Muster. Unter den neuern Dichtern zeichnen sichder Tragiker und Lyriker Johann Ewald (s. d. Art.), N- Wkyer(st. (788, ein talentvoller Dichter, -er zu großen Erwartungen ve-tztzchtlgte, (vergl. s. poct- Forstg. Copenhagen t78y, 3.)-Lyriker und Dramalurg Rah deck, die Satiriker und LustsM-d'chM Guldberg, P. A. Heiverg, En. de Fassen (st. iSd