Danneker Danzig 6;r
die Lyriker und Dramatiker Brun, Th. Thaarup, I. C. Tode,Cb. LvvinuS, Sander, Pram, der glückliche Bolksdichter Friniann,Rein. Gtorm (die letzter« sind Norweger); Fr. BrünN, geb.Mater, geistvolte dänische Dichterin in deutscher Sprache; vorallen aber der tiefsinnige Johann Ewald, der originelle JensBazgesen (s. d. Art:), ein lyrischer Dichter voll Begeisterungund Kraft, oft jedoch etwas schwerfällig, welcher auch WielandsOberon unter dem Titel Holger Dansker zu einem Singspielbearbeitete, endlich der geniale Öhlenschläger, voll echter,nordischer Kraft, gemildert durch südliche Anmuth, gebildet durchdie verwandte deutsche Literatur Und seine Reisen nach dem Süden,aber originell und national; vielleicht unter den neuesten, selbstdeutschen Tragikern der originellste, wie auch GLthe von ihmgelagt. Öhlenschlägers vorzüglichste Stücke sind: Hakon Jarl,Palnatcke, Axel und Walburg, Correggio, Aladdin. Wir freuenuns die letztgenannten Dichter auch unter die Deutschen rechnen zudürfen, da sie vorzüglich in deutscher Sprache geschrieben, und stim-men in das Urtheil Fr. Schlegels (D. Museum- Februarheftizir.): „In der letzten Zeit des iZten Jahrhunderts, da bei an-dern Völkern die Poesie zu ersterben schien, hat keine Nation ne-ben der deutschen so ausgezeichnete Dichter hervorgebracht, als diedänische." — Unter den dänischen Künstlern hat sich der BildhauerLhorwaldson, der in Rom lebt, rühmlich ausgezeichnet.
Danneker, in Stuttgart, der erste jetzt lebende deutscheBildhauer und mit Eanova und LhorwaldsoN um den Preisdc« ersten Lorbeers in Europa ringend. Er ist t7§8 in Stutt-gart geboren, und erhielt seinen ersten Unterricht in der berühmtenMilitärakademie Herzogs Carl, in der mit ihm so viele Talenteherrlich ausgebildet worden sind. Er ging 1772 nach Paris, woer i„ Pajous Künstlerstättc sich weiter ausbildete. Bon 1734"-yo war er in Rom- Dann ging er zur Heimath zurück, wo ervon dem kunstliebenden Fürsten Wirtembergs stete Beschäftigung er-hielt, jedoch auch Meisterwerke verfertigte, die ins Ausland gingen.Wir nennen hier von seinen Werke»: Ceres und Bacchus, Hcctor,Zeplins Grabmal, Schillers, Zumsteegs, Lavaters u. A. Büsten, undvon seinen neuesten: Ariadne, auf einem Leoparden reitend,von Moritz Bethmann für 20,000 Gulden erkauft; Amor, nach-sinnend, im königlichen Schlosse zu Stuttgart, wo für dieses herr-liche Bild nach Angabe Königs Friedrich ein eigener Tempelönr Aufstellung angeordnet worden; und die Büste dieses verewig-ten Monarchen. Bon seinem Nachfolger wurde Danneker zum Ge-ner«l - Director der neu zu organisirenden Akademie der schöne»Künste ernannt.
. Ranzig. Die Stadt, welche sich 1454 unabhängig gemacht,hatte ihr eigenes Gesetzbuch, welches, sonderbar genug, die dan-ilger Willkür hieß, und erwarb sich ein bedeutendes Gebiet,wie Gewalt des Königs von Polen repräscntirte ein Glied des«radtraths, das wechselte und der Burggraf genannt wurde,^ckadt schlug ihre eigne Münze mit des Königs von Polen-oildnisse, hielt in Warschau ihren Secretär, und gab bei Reichs;wgen und Königswahlen ihre Stimme durch Depütirts. Im I,A? hatte sich Danzig für Maximilian II. erklärt. Eine Kelä-S sung, die nicht von besondern Folgen war, strafte sie däfük,-lese war die erste, welche mati kennt. Danzig hieß dis Kvrtir