66g Deutsch« Industrie und Kunst
Gewährleistung übernehme. — L) Die Vollziehung des isten Art.der Bundcsacte, welcher die Anordnung der, dem Deutschen soheiligen, Justizpflege in den kleinern deutschen Gebieten be-trifft. — o) Noch Art. i8. der Bundssacte die Begründung eineswahren deutschen Bürgkrtechts für alle Deutsche, nebst derFeststellung der bürgerlichen Rechrsverdällnisse aller christlichenKonfessionen und der Bekcnner des jüdischen Glaubens. In An-sehung der eetztern beschäftigt sich der Bundestag bereits mit Un-tersuchung der von den Jsroelitc» in Frankfurt a. M. gegen die-sen Freistaat erhobenen Ansprüche an verfassungsmäßige Rechte. —
Z) Gemeinnützige Anoronungen, um nach Art. ty. die Bundes-staatcn in Hinsicht des Handels und Verkehrs, so wiederSchifffahrt, unter einander zu entfremden. Zugleich soll aber auchder Bundestag e) nach Art. 14. 15. 17. die aus dem alten Rechts-zustand? in dfn neuen übergegangenen gültigen Ansprüche gerechtbese.tigen. Daher sind bereits über die Auszahlung der Pension«»und über die Unterhaltung der Geistlichkeit in den überrheinische»Provinzen Beschlüsse gefaßt worden; auch hat man einen Ausschußgenannt, um nach Art. n. der Bundesacte die Kompetenz deSBundestages bei Streitigkeiten der Bundesglieder unter ein- ^ander, welche durch Ausschüsse vermittelt oder durch eine wohlge-ordnete Austrägalinstanz richterlich entschieden werden sollen, näherzu bestimmen. Die weise und standhafte Ausführung dieser hoch-wichtigen Sache, womit aber auch die Aufstellung einer voll-streckenden Gewalt des deutschen Bundes wesentlich zusam-menhängt, verspricht der deutschen Nation einen dauerhaften Rechts-zustand. Nur dann, darf man hoffen, wird Deutschland nichtmehr die Wahlstart europäischer Kriege seyn. Und so gehe derfromme Traum in Erfüllung: Daß auf dem deutschen Bundesta-ge das Herz von Europa sich endlich erwärmt habe für die Ideedes ewigen Friedens! ki.
Deutsche Industrie undKun st. Mit Recht nennt derDichter das deutsche Land „ an Kunst und edeln Sitten reich." ^Denn von früherer Zeit an zeigte der Deutsche, so wie er nuran festere Wohnsitze gewöhnt war, großen Erfindungsgeist, Eiferund Fleiß in der Betreibung der Künste. Natürlich aber ent-wickelten sich zuerst die Künsto des äußeren Bedürfnisses, welcheden Wohlstand der Deutschen begründen halfen. Sie, gediehe»aber besonders in dem Schovße der Städte, in den Händen dessich hier entwickelnden Mittelstandes. (S. Anton Geschichte derdeutschen Landwirthschast, und Fischer Geschichte des deutschs"Handels,) Handwerker, Künste und Manufakturen wurden emZweig der bürgerlichen Nahrung. So wurde seit dem izten Jahr-hundert die Woilenweberei, Leinweberei und die Tuchmachcrkunirin Deutschland eifrig betrieben, besonders in den kunstreichenStädten Augsburg und Nürnberg, und nachher Frankfurt a. wuDie Nachkommen des Webers, Hans Fugger, im Graben 0Augsburg (lebte im i-sten Jahrhundert), welche ein HandlungHaus in Antwerpen gründeten, und eine Flotte ausrüsteten , w»den vom Kaiser Maximilian in den Grafenstand und zu den -deutendsten Ämtern erhoben. Ihr Reichthum begünstigte wiesedie Künste und Gewerbe. Ulnch Stromer, Rathsherr in A 'herg, soll gegen das I. izyo daselbst die erste Papiermühle nlegt haben. Im nördlichen Deutschland waren in dieser m