Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Deutsche Industrie und Kunst

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lern Zeit Braunschweig, Goslar, Stendal, Stettin und Magde-burg die blühendste» 'Zabr-rstädre. Der Kunstfleiß der Deutschenwar nicht nur in der Weberei, sondern auch in Metall-, Holz-,Leder-, Glas- und Steinarbeiten ausgezeichnet. Das zu großeAnsehe« der Handwerker in mehreren deutschen Städte» machtebald, daß öfters ihre Gilden und Z'ünfte von den deutsch-» Kai-sern und von einzelnen Fürsten aufgehoben wurden. Aber sie wur-den immer wieder hergestellt Der Bergbau fing in Deutschlandseit Entdeckung der goslarischen Erzadern an, wodurch Wohlha-benheit, besonders in Niedersachsen entstand, und die Kunst derGoldarbeiter gewann; s. Gmelin Beiträge zur Geschichte desdeutschen Bergbaus. Durch den nördlichen und sächsischen Handelwurden.Wfisby, Lübeck, Bremen, Hamburg groß und berühmt.3 m mittlern Deutschland Erfurt, Leipzig u. s. w. Am, Rheineblühten Eöln, Mainz, Speicr, Straßburg zurrst auf. Aber Han-del und Industrie wurden lange durch Fehden und Kämpfe, Un-sicherheit der Straßen und ihre schlechte Beschaffenheit erschwert.Daher die Bündnisse der Städte. Die Blüthe des Handelszeigt die teutsche Hanse <1364 gestiftet). Auch viel mechani-sche, vorzügUch mathematische und musikalische Lnstru-mente verfertigten und erfinden die Deutschen mit vorzüglichemGlück und Nutzen. Man denke an einen Peter Hele, OttoGuerike, Franklin, von Kempelcn. Mit nicht wenigerGlück wurden die schönen Künste von den Deutschen verrieben,und unter diesen vorzüglich Poesie und Musik (s. deutschePoesie und deutsche Musik). Die bildenden Künste, die Baukunstausgenommen (s. deutsche Baukunst), wurden wegen Mangels anÖffentlichkeit und Gelegenheit, sich zu zeigen, weni-er begün-stigt. Die Plastik wurde mehr als Verzrerungskunst betrie-os>>. In Deutschland wurden in ihr Produkte höchster Kunstfer-tigkeit geliefert. Aber die Verzierungen wäre» mehr symbolischbedeutsam, als von unmuthiger Form. Auch erzeugte Deutschlandviele treffliche Schnitzarbeiten, dergleichen einige von Albrecht Dü-ker (z. B. in der Elisaüethkirche zu Marburg/bekannt sind. Die-ser vervollkommnete auch die Fvrmschneidekunst oder Holz-schneidekunst (s. d. Art.), welche seit Anfang des igten Jahr-hunderts in Deutschland entstanden war, und die fauchdeutsche) Erfindung der B u ch d c u ck er ku nst vorbereitete»Auch auf hjx Erfindung der Ku p fcrst ech erk u» st (und zwar derArbeit mit dem Grabstichel) machen die Deutschen Anspruch, undIchreiben sie einem Gold- und Silberschmid in Oberdeut,chland(Nürnberg oder Augsburg), welcher vor i-säo lebte, zu (s. Kup-t erst ech er k u n st und ^ t,ein sei, nc i d e kun st), so wie ebenfalls°re Ätzkunst (bjr Arbeit mit der Radirnadel) einem deutschen Künst»t!* (Einige sagen Michael Wohlgemutb 1484 bis 1519) angehört,"/^ch üofcrte auch die Bildhauerkunst einige bedeutende Wedkeund Bildhauer, s. den Axt. Bildhauer der Deutschen, zu wol«4^ noch hinzuzufügen sind: ein Jobann Kettler (aus Sürick),Mer ibog zu Paris Ludwig LIV- Statue zu Pferde und sei»

stell zu Berlin goß. Unter den neuesten deutschen Bild»welche dem reinen Styl der Alton nachstrebten, verdiene»zu werden, v. Zeuner (geb. 174b), der die Statue.," jetzige Kaiser von Österreich seinem Onkel Joseph It.