Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Drutsche Literatur

lich wenn in«n behauptet, baß bei kiavrrk.nübaker Originalität.tneinzelnen und trefflichsten Produc:: . der Literatur (denn jede Lite-ratur hat cincFlnty dcö Schlechten, welche sich allmählia verlärM,die deutsche Literatur doch selbst keine Originalität «nd'SM-srändigkelt habe, so beden.ke man nur, ch'it welcher eigenthümli-chen Energie die deutsche Literatur, »ach verderblichen^ und zrrjii-rendkti Kriegen, die inimer im Herzen Europa'S wütheten lindden Frieden der Cultur oft abbrachen, sich mehrmals verjüngnund imnr.r in anderer Gestalt aufblühte, ja wegen Mangels a»Einheit in der Staat sverfassung Deutschlands, von auheu wenige!begünstigt, als die Literatur irgend eines andern Volts, denvoßzu Ende des iZten und am Anfange des ryten Jahrhunderts estesolche Höhe erreichte, daß man mit demselben Journale, welch«!die entgegengesetzte Behauptung A. W. Schlegels mittheilte (Eu-ropa r. Ld. r. St.) sagen kann, „die wichtigsten lirerLrW»Ecschemungen, sowohl im Fache her Wissenschaft als der Pelße,machen jetzt in Deuischland ein so vielfach in einander greisciidchzusammcnst:n):ucndes und zugleich weit umfassendes Ganzes sei,baß man nicht nur in den modernen Zeiten, sonder» selbst im Al-terthume vergeblich sich nach einem Beispiele umsehen würde Meiner ähnlichen rastlosen Thätigkeit und universelle» Wechsewü-kung aller der Künstn und Wissenschaften, deren eiuziges «dirvorzügliches Augenmerk es ist, den Menschen seiner göttlichen A«-tur und Bestimmung naher zu führen oder würdiger zu machen."Übrigens hängt ja jede Literatur auch von den Schicksalen undThaten eines Volks ab, in ihr spiegelt sich gleichsam das Leb«»des Volks, ihre Perioden werken gleichsam ein Bild zurück von dugleichzeitigen Gestalt des Volks, unter d.m sie entstanden; mstauch in dieser Hinsicht muß die deutsche Literatur ein Ganzes bü-ken) wie schwer es auch immer seyn mag, die Fäden zu beoM-ken, an welchen das unübersebliche Gewebe zusammenhängt. DstLiteratur aber theilt sich i» die poetische .und prosaische, Mjener werden wir unter dem Artikel deutsche Poesie noch b«-sonoers handeln. Hier geben wir eine Übersicht des Ganzen k«rdeutschen Literatur. Da'die Literatur schon eine» hohen Grad MCultur voraussetzt, so ist es bcgreifl-ck, warum wir vor tzarlides Großen Zeiten nicht einmal den Anfang der deutschen Liters-tur suchen dürfen. Erst nach den Stürmen der großen Vöjter-, Wanderung wurden die Verhältnisse der deutschen «Stämme sefmi ,sie erlangten einen,fester» Aufenthalt; eingewanderte Völker, wel-che sich mit ihnen vermischten, theilten ihm» von ihrer Cutter ^mit, Gesetze wurden abgefaßt, deren Sammlungen zu denUrkunden deutscher Cultur gehören. Das Christenthum verbr-itensich vorzüglich durch Bonifacius immer weiter, die ersten Lc.-r«und zugleich hie Wewahrer der Cultur unter den Deutschen war:»Geistliche, sie singen zuerst a», die noch rohe Sprache zu ichre»»"'Und wählten dazu das ihnen geläufige lateinische Alphabet. ^ist des Bisöbofs UlphilaS Übersetzung der vier Evangelisten >n »verwandte Mösogotbische (um Züc>) daü älteste schriftliche Deiumdieser Literatur. Die Franken, welche sich in Gallien imließen, bildeten sich zuerst aus, und hatten schon im sechsten T»hundert Schulen, in welchen sich ihre Geistlichen bildeten uno > >ch« nachher auch auf die übrigen deutsche» Stämme übergingen,in» dies« Bildung beschränkte sich meistens selbst nur aus ,

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